https://www.faz.net/-gpf-9ji8z

Neuer Gipfel geplant : Treffen von Trump und Kim findet Ende Februar statt

  • Aktualisiert am

Bereit für ein zweites Treffen?: Kim und Trump im Juni 2018 in Singapur Bild: AFP

Während ein neuer Gipfel in Vietnam vorbereitet wird, berichten Experten dem UN-Sicherheitsrat, dass Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm „intakt“ und die bisherigen Sanktionen „ineffektiv“ seien.

          1 Min.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump will mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Ende Februar zum zweiten Mal persönlich zusammentreffen. Die Begegnung sei für den 27. und 28. Februar in Vietnam vorgesehen, bestätigte er während seiner Ansprache zur Lage der Nation am Dienstag (Ortszeit). Ein erstes Treffen zwischen den beiden fand im vergangenen Juni in Singapur statt. Dabei hatten Trump und Kim zugesagt, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu machen. In den Verhandlungen dazu sind nach amerikanischen Angaben bislang aber kaum Fortschritte erzielt worden, weshalb die Vereinigten Staaten ihren Sanktionsdruck auf Nordkorea aufrechterhalten.

          Nach Einschätzung von UN-Experten ist Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm nach wie vor „intakt“. Nordkorea nutze unter anderem zivile Einrichtungen wie Flughäfen, um ballistische Raketen zusammenzubauen und zu testen, heißt es in einem Bericht an den UN-Sicherheitsrat. Damit wolle Pjöngjang verhindern, dass die Raketen durch mögliche Luftangriffe der Vereinigten staaten zerstört würden.

          Zudem seien die Sanktionen gegen das international isolierte Land weitgehend „ineffektiv“, beklagen die UN-Experten. So erhalte Nordkorea weiter illegale Öllieferungen, verkaufe Kohle und verstoße gegen das Waffenembargo. Unter anderem versuche die Führung des Landes, Waffen nach Syrien, an die Huthi-Rebellen im Jemen, nach Libyen und in den Sudan zu liefern. Finanzsanktionen seien nur unzureichend umgesetzt und würden massiv umgangen.

          Kim hatte beim ersten Gipfel mit Trump im vergangenen Juni in Singapur eine vollständige nukleare Abrüstung zugesagt, sich aber nicht auf Details festgelegt. Die Verhandlungen zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten gerieten seither immer wieder ins Stocken Die amerikanischen Geheimdienste haben zudem starke Zweifel daran, dass Kim wirklich vollständig nuklear abrüsten will. Am Mittwoch wird der amerikanische Sondergesandte Stephen Biegun zu Gesprächen in Pjöngjang erwartet.

          Weitere Themen

          Ende ausländischer Einmischung gefordert Video-Seite öffnen

          Libyen-Konferenz : Ende ausländischer Einmischung gefordert

          In Berlin hat am Nachmittag die internationale Libyen-Konferenz begonnen. Die Bundesregierung und die UNO hoffen, dass es in Berlin zu einer Einigung über eine Festigung der Waffenruhe kommt.

          Topmeldungen

          Es wirkt wie eine konzentrierte Debatte, im Mittelpunkt Russlands Präsident Wladimir Putin und Angela Merkel.

          Konferenz in Berlin : Waffenembargo soll Frieden in Libyen bringen

          Die Teilnehmer der internationalen Libyen-Konferenz in Berlin haben versichert, ihre Unterstützung für die Konfliktparteien in dem nordafrikanischen Land einzustellen. Zudem soll es eine Entwaffnung und einen Waffenstillstand geben.
          Der amerikanische Präsident Donald Trump spricht Mitte Januar bei einer Wahlkampfkundgebung im Bundesstaat Wisconsin.

          Wahlen in Amerika : Die Opposition muss draußen bleiben

          In der republikanischen Partei gibt es durchaus ein paar Trump-Gegner, sie haben aber meist keine gewählten Ämter. Eine neue Lobbygruppe ruft in ihrer Verzweiflung nun zur Wahl von Demokraten auf.
          Dubravko Mandic vergangenen Herbst in Leipzig

          Protest der AfD gegen SWR : Eine Grenze überschritten

          Nach dem „Oma-Video“ hat die AfD in Baden-Baden gegen die Öffentlich-Rechtlichen gehetzt, darunter der Politiker Dubravko Mandic. Der Auftritt könnte strafrechtliche Folgen haben.

          Harry und Meghan : Ohne königlichen Glanz

          Ein unabhängigeres Leben führen und dennoch im Namen der Königin auftreten, das war der Plan von Harry und Meghan. Er hat sich nicht erfüllt. Und nun sinkt auch noch die Beliebtheit des Rotschopfs. Schwere Zeiten für das einstige königliche Traumpaar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.