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Jerusalem : Netanjahu droht mit Schließung von Al-Dschasira-Büro

  • Aktualisiert am

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Bild: dpa

Der israelische Regierungschef wirft dem Sender vor, die Gewalt am Tempelberg geschürt zu haben. Notfalls werde er für die Schließung die Gesetze ändern lassen.

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          Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat damit gedroht, das Büro des Senders Al-Dschasira in Jerusalem zu schließen. Der Sender habe mit seiner Berichterstattung „zu der Gewalt rund um den Tempelberg angestachelt“, schrieb Netanjahu am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite. Der in Katar ansässige Sender war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

          Notfalls Gesetze ändern

          Er habe wiederholt mit den Strafverfolgungsbehörden über eine Schließung gesprochen, ergänzte Netanjahu. Sollte sie gesetzlich nicht durchsetzbar sein, werde er für eine Änderung der Gesetze sorgen.

          Die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern ist zuletzt wieder eskaliert. Nach einem tödlichen Anschlag auf Polizisten in unmittelbarer Nähe des Tempelbergs installierte Israel dort Metalldetektoren, um den Schmuggel von Waffen zu verhindern. Danach kam es zu Zusammenstößen und Angriffen mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Die von den Palästinensern heftig kritisierten Detektoren sind inzwischen wieder abgebaut.

          Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, zeigte sich am Mittwoch besorgt über die anhaltende Gewalt. Er forderte Palästinenser und Israelis mit Nachdruck auf, sich mit Provokationen zurückzuhalten.

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