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Demonstrationen in Russland : „Nawalnyj hat keine Angst, und ich habe keine Angst“

Russische Polizisten während einer Demonstration für die Freilassung Alexej Nawalnyjs am 31. Januar in Moskau. Bild: EPA

Trotz eines enormen Polizeiaufgebots demonstrierten am Sonntag Tausende Russen für die Freilassung des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalnyj. Zuvor waren die Maßnahmen zur Abschreckung noch einmal verschärft worden.

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          Moskau war am Sonntag Schauplatz eindrücklicher Improvisationen. Die Mitstreiter des inhaftierten Oppositionsführers Alexej Nawalnyj, für dessen Freilassung schon acht Tage zuvor Zehntausende in ganz Russland demonstrierten, hatten für Mittag zu Protesten an zwei zentralen Punkten der russischen Hauptstadt aufgerufen: vor dem Sitz der Präsidialverwaltung am Alten Platz östlich des Kremls und vor der Lubjanka. Dort sitzt der Geheimdienst FSB, der hinter dem Anschlag auf Nawalnyj mit dem Nervengift Nowitschok vermutet wird.

          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Ihrerseits wollten die Sicherheitskräfte jede Ansammlung von Menschen an diesen symbolträchtigen Orten verhindern. Sie wählten eine beispiellos weiträumige Abriegelungstaktik: Busse stoppten früher, U-Bahn-Stationen schlossen, Polizisten, die überall im Zentrum wachten, ließen schon am Morgen niemanden Richtung Lubjanka, Alter Platz oder Kreml passieren.

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