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Nato-Umfrage : Allianz der Unwilligen

Im Verteidigungsfall ins Baltikum: Ein Kampfpanzer Leopard 2 der schnellen Nato-Eingreiftruppe bei einer Vorführung in Munster Bild: dpa

Die Nato wird in ihren Mitgliedstaaten von einer Mehrheit der Menschen geschätzt. Der Wille zur gegenseitigen Verteidigung ist aber offenbar begrenzt.

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          Es ist ein janusköpfiges Signal, das von der jüngsten Studie des renommierten amerikanischen Pew Research Centers, nur wenige Tage vor dem diesjährigen „Klassentreffen“ der transatlantischen Gemeinschaft, ausgeht. Die Ergebnisse der Studie dürften nicht nur die Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz ratlos zurücklassen. „Wasch mich, aber mach mich nicht nass!“ – so lässt sich lapidar die Einstellung der meisten Menschen in 16 Mitgliedstaaten der Nato zusammenfassen.

          Der Studie zufolge, die am Sonntagabend in Washington (Ortszeit) veröffentlicht wurde und der F.A.Z. vorliegt, sehen 53 Prozent der Menschen in den Nato-Staaten das Bündnis in einem positiven Licht. Und das, obwohl die Spannungen zwischen den Staats- und Regierungschefs der Allianz in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen sind. Gleichzeitig lehnt es die Hälfte der Befragten, die zwischen Mai und August 2019 befragt wurden, ab, dass die Streitkräfte ihrer Länder einem anderen Nato-Mitglied im Falle eines russischen Angriffs zu Hilfe eilen.

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