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Nato überprüft Kooperation mit Moskau : Welche Missionen gefährdet sind

Gemeinsame Marinemission ausgesetzt: Nato-Generalsekretär Rasmussen Bild: dpa

Angesichts der Krise in der Ukraine überlegt die Nato, gemeinsame Vereinbarungen mit Russland auszusetzen. Dies könnte auch den Einsatz in Afghanistan betreffen. Eine konkrete Mission sagte das Bündnis bereits ab.

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          Die Nato überprüft ihre militärische Zusammenarbeit mit Russland, über deren Fortführung die Außenminister des Bündnisses auf ihrer nächsten Sitzung am 1. und 2. April entscheiden sollen. Auf dem Spiel steht unter anderem eine Vereinbarung, die der Nato gestattet, Material und Truppen für Afghanistan über russisches Territorium und durch den russischen Luftraum zu transportieren.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Außerdem unterstützen beide Seiten gemeinsam die Wartung von Hubschraubern in Afghanistan. Eine Zusammenarbeit gibt es zudem bei der Bekämpfung des Drogenhandels aus Afghanistan sowie des Terrorismus.

          Selbst bei der so heftig umstrittenen Raketenabwehr haben Russland und die Nato schon kooperiert, allerdings bisher nur beim Schutz verlegter Truppen, für den computergestützte Übungen beider Seiten stattfanden. Russland und die Nato stimmen sich außerdem bei der maritimen Pirateriebekämpfung am Horn von Afrika ab.

          Was genau davon ausgesetzt werden könnte, lasse sich derzeit noch nicht absehen, sagte ein Diplomat. Nur eine konkrete Maßnahme hatte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen schon am Mittwochabend bekanntgegeben: Die Nato setzt die Planungen für eine gemeinsame Marinemission mit Russland zum Schutz des amerikanischen Schiffes Cape Ray aus, auf dem die syrischen Chemiewaffen unschädlich gemacht werden sollen.

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