https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nato-staaten-wollen-zwei-prozent-des-bip-fuer-verteidigung-ausgeben-13138418.html

Nato-Gipfel : Mehr Geld für Verteidigung

  • Aktualisiert am

Mehr Verteidigung: Premierminister David Cameron will den Flugzeugträger „Prince of Wales“ wieder in Betrieb nehmen. Bild: AFP

Angesichts der weltweiten Konflikte und der Krise mit Russland wollen die Nato-Staaten wieder mehr Geld für Verteidigung ausgeben.

          1 Min.

          Die Nato-Staaten haben sich bei ihrem Gipfeltreffen im walisischen Newport darauf geeinigt, wieder mehr Geld in die Verteidigungshaushalte zu investieren. Aus einer formellen Erklärung vom Freitag geht hervor, dass binnen einem Jahrzehnt die Zielmarke von mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreicht werden soll. Derzeit erreichen dieses Ziel nur die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Estland und Griechenland.

          In den vergangenen Jahren hatten die Mitgliedstaaten ihre Verteidigungsausgaben nach Nato-Angaben im Durchschnitt um 20 Prozent zurückgefahren. Russland hingegen verdoppelte seine Ausgaben demnach in etwa. Der Erklärung aus Newport zufolge soll rund ein Fünftel der Verteidigungsausgaben in große Rüstungsprojekte und die Forschung fließen.

          Die Nato hatte bei ihrem Gipfel unter anderem den Aufbau einer neuen Kriseneingreiftruppe sowie einen Aktionsplan für Osteuropa, mit dem das Bündnis seine Präsenz vor Ort erhöhen will, beschlossen. Die Beschlüsse sind eine Reaktion auf den Konflikt mit Russland wegen der Ukraine-Krise.

          Bild: F.A.Z.

          Großbritannien kündigte am Freitag an, bis zu 3500 Soldaten für die Kriseneingreiftruppe zur Verfügung zu stellen. Premierminister David Cameron teilte zudem mit, der aus Kostengründen derzeit außer Dienst gestellte Flugzeugträger „Prince of Wales“ werde wieder in Betrieb genommen.

          Weitere Themen

          Moskau unzufrieden mit US-NATO-Brief Video-Seite öffnen

          Ukraine-Krise : Moskau unzufrieden mit US-NATO-Brief

          In der Ukraine-Krise hat Moskau auf das Schreiben aus Washington mit Enttäuschung reagiert: Russland begrüßt die Gesprächsvorschläge, kritisiert aber, dass der Brief „keine positive Antwort auf die Hauptfrage“ enthalte - nämlich die gewünschte „Unzulässigkeit einer weiteren NATO-Osterweiterung“.

          Topmeldungen

          „Der Kunde ist König“ gilt schon lange nicht mehr. Dienstleister wollen oft sogar eher abschrecken.

          Marktwirtschaft : Warum der Kunde nicht mehr König ist

          Immer mehr Dienstleister konzentrieren ihre Kreativität darauf, mögliche Abnehmer zu vergraulen. Sie haben dafür gute Gründe, denn nicht nur die Pandemie verändert die Situation. Gerade der Personalmangel macht ihnen zu schaffen.