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NATO-Gipfel : Die Bedrohungen der Südflanke im Blick

Den Süden im Blick: Joe Biden, der maltesische Premierminister Robert Abela und seine Frau Lydia Abela am 29. Juni in Madrid Bild: AP

Der NATO-Gipfel endet mit einer Debatte über Terrorismus und Instabilität in Afrika und Nahost. Der türkische Präsident droht mit dem nächsten Veto gegen eine Erweiterung der Allianz.

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          Der Stolz wuchs von Stunde zu Stunde. Die spanischen Gastgeber waren nicht nur zufrieden mit sich, die Stimmung in der Umgebung von Ministerpräsident Pedro Sánchez beschrieben einige sogar als „euphorisch“. „Wir haben unsere nationalen Ziele erreicht“, sagte der sozialistische Regierungschef am Donnerstag zum Ende des NATO-Gipfels. Im Parlament kämpfte seine Minderheitsregierung ums politische Überleben, während es Sánchez im Messezentrum am Rand der Hauptstadt sichtlich genoss, auf internationaler Bühne als Staatsmann zu glänzen. Der einzige Schatten, der auf seinen großen Auftritt fiel, war die kleine spanische Flagge, die in der ersten Gipfelrunde versehentlich verkehrt herum an seinem Platz hing.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Stolz ist man in der spanischen Hauptstadt nicht nur auf den reibungslosen Ablauf des Gipfels, sondern auf die „Madrider Erklärung“, wie das neue Strategische Konzept gleich genannt wurde: Spanien versteht sich als Stimme des Südens in der NATO. Zum ersten Mal nimmt das atlantische Bündnis in seinem Grundsatzdokument neben den Gefahren, die von Russland und China ausgehen, die Bedrohungen der südlichen Flanke in den Blick, von Nordafrika über den Nahen Osten bis in die Sahel-Zone.

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