Truppenabzug aus Deutschland :
Amerikaner haben Nato-Partner nicht informiert

Lesezeit: 4 Min.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Nato-Hauptquartier in Brüssel
Über angebliche Pläne für einen Teilabzug ihrer Soldaten aus Deutschland haben Nato-Generalsekretär und Bundesregierung offenbar erst aus den Medien erfahren. Berlin schweigt.

Die Bundesregierung hat am Montag Äußerungen zu den amerikanischen Abzugsplänen abgelehnt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagt, es handele sich um „unbestätigte Medienberichte“, zu denen er sich nicht äußern werde. Offiziell gebe es keine Nachricht aus Washington. „Wenn es die gibt, wird die Bundesregierung dazu Stellung nehmen.“ Eine Bewertung eines Truppenabzugs werde es erst dann geben, „wenn es offizielle, belastbare Informationen gibt“, sagte Seibert auf Nachfrage. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, die auch Verteidigungsministerin ist, sagte: „Fakt ist, dass die Präsenz der Soldaten der USA der Gesamtsicherheit im Nato-Bündnis dient – auch der amerikanischen Sicherheit. Das ist die Grundlage, auf der wir zusammenarbeiten.“

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