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Beistand für NATO-Partner : Joe Bidens „heilige Verpflichtung“

Joe Bidens Ankunft beim NATO-Gipfel in Brüssel am Montag Bild: AFP

Drei Jahre nach Donald Trumps Wutausbruch hat sein Nachfolger in Brüssel alle Zweifel ausgeräumt: Amerika steht zu seinen NATO-Partnern. Die schließen die Reihen – gegen Russland, aber auch im Angesicht von China.

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          „Heute werden wir ein neues Kapitel in den transatlantischen Beziehungen aufschlagen.“ So formulierte es Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, als er am Montagmorgen vor seinem Hauptquartier den ersten Aufschlag für diesen Gipfeltag machte. Alles war ins Azurblau der Allianz getaucht: die Kulisse vor dem Eingang und der Teppich, über den dann die Staats- und Regierungschefs schritten, vorbei an einem Stück der Berliner Mauer und einem geschmolzenen Stahlträger des eingestürzten World Trade Centers, den Eckpfeilern der jüngeren Bündnis-Geschichte. Ja, sogar der Himmel, von dem die Sonne brannte, passte zum Nato-Blau.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Ein neues Kapitel – das war schon die wichtigste Botschaft dieses Tages in Brüssel, des ersten Treffens der Staats- und Regierungschefs nach dem Ende der Ära Trump. Den vermisste niemand, wirklich niemand an diesem Tag. Der ein oder andere machte das auch deutlich. „Mit Trump war es immer ein bisschen ungelenk“, sagte zum Beispiel Mark Rutte, der Niederländer. „Mit Joe Biden ist alles wieder natürlicher.“ Xavier Bettel aus Luxemburg formulierte es so: „‚America first‘ war bei Trump. ‚Together first‘ ist bei Biden.“

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