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Nato-Hauptquartier : Der schwedische Offizier, der keiner war

Hier soll der schwedische „Offizier“ gewirkt haben: Nato-Hauptquartier in Brüssel Bild: dpa

Ein Offizier aus Schweden wurde ins Nato-Hauptquartier befördert und später sogar für seine dortige Arbeit ausgezeichnet. Jetzt stellt sich heraus: Offenbar ist er gar kein Offizier.

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          Schweden ist kein Mitglied der Nato und war viele Jahrzehnte stolz darauf, sich in den großen Konflikten dieser Welt zumindest neutral zu geben. Doch spätestens seit der russischen Annexion der Krim-Halbinsel ist auch die schwedische Zusammenarbeit mit der Nato deutlich enger. Nun könnte ein Skandal diese Zusammenarbeit empfindlich belasten: Ein Offizier, den die schwedischen Streitkräfte in das militärische Nato-Hauptquartier geschickt haben sollen, war eigentlich gar keiner. Trotz der Sicherheitsanforderungen ist das bei den schwedischen Streitkräften nicht aufgefallen.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Die Allianz nimmt den Fall jedenfalls ernst: „Das sind schwere Anschuldigungen“, sagte die Sprecherin des Hauptquartiers für die in Europa stationierten Nato-Verbände der F.A.Z.. Man stehe mit den schwedischen Streitkräften in Kontakt. Die Sprecherin hob hervor, dass für Sicherheitsüberprüfungen immer der entsendende Staat zuständig sei. Das gilt auch für alle festangestellten Mitarbeiter der Allianz.

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