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Bündnisfall der Nato : Schwerer Cyberangriff könnte kollektive Verteidigung auslösen

  • Aktualisiert am

Für mehr Cybersicherheit: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Bild: AP

Weil es immer mehr Angriffe über das Internet gibt, nimmt die Nato die Gefahren sehr ernst, sagt Generalsekretär Stoltenberg. Das Bündnis arbeitet derzeit daran, alle Mitglieder auf den gleichen Stand zu bringen.

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          Die Nato könnte im Fall eines verheerenden Cyberangriffes laut Generalsekretär Jens Stoltenberg ihren kollektiven Verteidigungsmechanismus zum zweiten Mal auslösen. „Die Nato nimmt Cyberbedrohungen sehr ernst, weil wir immer mehr Cyberangriffe gesehen haben“, sagte Stoltenberg am Mittwoch in der kanadischen Hauptstadt Ottawa. „Cyberangriffe können genauso verheerend sein wie militärische Angriffe“, fügte er hinzu.

          Die Nato hatte sich 2014 darauf geeinigt, dass ein Cyberangriff den kollektiven Verteidigungsmechanismus nach Artikel Fünf des Nato-Vertrags auslösen kann. Der Artikel Fünf besagt, dass ein Angriff auf einen oder mehrere Bündnismitglieder als Angriff gegen alle gewertet wird. Das war bislang erst einmal der Fall: nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 in New York.

          Die Nato verstärkt derzeit ihre Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe. Alle Mitgliedsstaaten sollen in die Lage versetzt werden, sich gegen solche zu verteidigen. „Wir haben ein Team mit 200 Cyberexperten, die bereit sind, in den verschiedenen Nato-Ländern bei der Verteidigung des Cyberspace zu helfen“, sagte Stoltenberg.

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