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Wahlen : Nationalisten in Bosnien-Hercegovina müssen Verluste einstecken

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Rund 3,3 Millionen Bürger Bosnien-Hercegovinas waren aufgefordert, unter anderem die dreiköpfige Staatsspitze und das Bundesparlament zu wählen. Bild: dpa

Nach den vorläufigen Ergebnissen mehrerer parallel abgehaltenen Abstimmungen liegt der gemäßigte bosniakische Sozialdemokrat Denis Becirevic im Rennen um den Sitz im dreigliedrigen interethnischen Präsidium Bosniens in Führung.

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          Bei Abstimmungen in Bosnien-Hercegovina zeichnen sich Verluste für die Nationalisten ab. Der gemäßigte bosniakische Sozialdemokrat Denis Becirevic (SPD) liegt im Rennen um den Sitz im dreigliedrigen interethnischen Präsidium Bosniens in Führung, wie vorläufige Ergebnisse am Montag zeigten. Becirevic, der von elf Oppositionsparteien unterstützt wurde, erhielt demnach 55,78 Prozent der Stimmen vor Bakir Izetbegovic, dessen nationalistische bosniakische Partei der Demokratischen Aktion (SDA) seit dem Ende des Krieges 1996 an der Macht ist. Izetbegovic, auf den nach Angaben der Wahlkommission 39,31 Prozent der Stimmen entfielen, räumte noch in der Nacht seine Niederlage ein.

          Die fast 3,4 Millionen Wahlberechtigten entschieden vor dem Hintergrund der schwersten politischen Krise seit dem Ende des Krieges unter anderem über Präsidentschaften und Abgeordnete auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene des komplexen Staatsgebildes. Das Land besteht aus der Republika Srpska, der Föderation Bosnien und Hercegovina sowie dem Distrikt Brcko.

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