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Völkermord an Herero und Nama : Alte deutsche Schuld in Namibia

Daniel Maekopo (rechts) und seine Mitstreiter demonstrieren in Tracht gegen das Abkommen mit Deutschland. Bild: Claudia Bröll

Der koloniale Völkermord an den Herero und Nama ist bis heute in Namibia gegenwärtig. Viele Nachfahren der Opfer wollen die Aussöhnung nicht annehmen, die Berlin ihnen angeboten hat. Eine Reportage.

          9 Min.

          Wenn sich Ngeke Katjangua zum Sonnenuntergang gemütlich niederlässt, entzündet er ein kleines Feuer auf dem Sandboden seines Familiengehöfts. Außen herum gibt es nicht viel: Sand, Dornbüsche, Termitenhügel, so weit das Auge reicht. Der 59 Jahre alte Herero lebt hier mit einem Teil seiner großen Familie. Er selbst hat zwölf Kinder und ein paar Dutzend Enkelkinder, genau weiß er es nicht. Jeden Morgen und Abend entfacht er das „heilige Feuer“. Es ist ein religiöses Ritual seiner Volksgruppe in Namibia. Das Feuer soll heilende Wirkung haben, den Kontakt zu den Vorfahren herstellen.

          Claudia Bröll
          Politische Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          In seinem Fall ist die Sache mit den Vorfahren und dem Heilungsprozess etwas kompliziert. Sein Großvater sei ein deutscher Soldat im damaligen Deutsch-Südwestafrika gewesen, erzählt er in Otjiherero, der Sprache der Herero. Er holt zwei verblasste Schwarz-Weiß-Fotos aus seinem Haus. Auf dem einen Foto ist ein Mann mit Tirolerhut und Oberlippenbart zu sehen, der Großvater. Das andere zeigt seinen Vater Job Katjangua neben seiner ältesten Schwester in Herero-Tracht. Der Vater hat eine helle Hautfarbe, sieht dem deutschen Großvater ähnlich. Auch Ngeke kann seine Herkunft väterlicherseits nicht verleugnen.

          Entwicklungshilfe, aber keine Entschuldigung

          Von deutschen Vorfahren können in Okakarara, einem 4000-Einwohner-Ort nördlich von Windhuk, einige erzählen. Auch wenn die deutsche Kolonialzeit mehr als hundert Jahre zurückliegt, ist sie in vielen Familien bis heute präsent. In diesen Tagen befasst sich ganz Namibia wieder intensiv damit. Im Parlament in Windhuk wird heftig über die Annahme eines Aussöhnungsabkommens wegen der Gräueltaten gerungen, die sich während des Herero-Kriegs von 1904 bis 1908 ereigneten. Mehrere Zehntausend Herero und Nama wurden damals von „Schutztruppen“ des Deutschen Kaiserreichs getötet. Tausende starben in Konzentrationslagern oder zogen sich nach der Niederlage in die Omaheke-Wüste zurück, wo sie elend verdursteten oder an Erschöpfung starben.

          Der Herero Ngeke Katjangua zeigt ein Foto seines deutschen Großvaters und eines mit seinem Vater und seiner Schwester.
          Der Herero Ngeke Katjangua zeigt ein Foto seines deutschen Großvaters und eines mit seinem Vater und seiner Schwester. : Bild: Claudia Bröll

          Auslöser war ein Aufstand der Herero und Nama am 12. Januar 1904. Die beiden Volksgruppen hatten sich mit Angriffen auf koloniale Einrichtungen gegen Unterdrückung, Zwangsarbeit und Vertreibung von ihrem Land gewehrt. Erst waren die Herero siegreich, mehr als 100 deutsche Siedler wurden getötet. Der eilig zur Verstärkung der deutschen Truppen geschickte preußische General Lothar von Trotha ging mit 15.000 Mann gegen die Aufständischen vor. Im Oktober im gleichen Jahr gab er den viel zitierten Vernichtungsbefehl, den in Okakarara jeder Schüler kennt: „Innerhalb der deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volk zurück oder lasse auf sie schießen.“ Wer einen Herero den deutschen Truppen auslieferte, erhielt Geld. Wer sich widersetzte, riskierte die Vertreibung oder sein Leben.

          Mehr als ein Jahrhundert später bestehen trotz oder gerade wegen dieser Vergangenheit enge Beziehungen zwischen Namibia und Deutschland. Kein anderes Land auf der Welt erhält je Einwohner gerechnet so viel deutsche Entwicklungshilfe. Doch mit einer Entschuldigung und Kompensation für die einstigen Verbrechen tut sich die Bundesregierung schwer. Erst 2004 bat die damalige Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Herero um Vergebung. Zum ersten Mal gestand ein Mitglied der deutschen Regierung ein, dass es sich nach heutigem Verständnis um einen Völkermord handelte. Eine offizielle Entschuldigung wurde bis heute nicht ausgesprochen aus Sorge vor möglichen völkerrechtlichen Konsequenzen, hohen Entschädigungsforderungen und der Schaffung eines Präzedenzfalls.

          Bundesregierung entschädigt Opfer bewusst nicht direkt

          Seit Mai liegt nun erstmals ein Entwurf eines Aussöhnungsabkommens auf dem Tisch. Neben einer Entschuldigung und der Anerkennung der Verbrechen als Völkermord ist eine finanzielle Wiedergutmachung in Höhe von 1,1 Milliarden Euro vorgesehen. Das Geld soll über 30 Jahre hinweg in Entwicklungs- und Verständigungsprojekte fließen. Die deutsche wie die namibische Regierung wollen Geschichte schreiben.

          Doch so leicht lässt sich eine Aussöhnung nicht erreichen. In der vergangenen Woche lieferten sich Abgeordnete der Regierungspartei Swapo und der Oppositionsparteien einen hitzigen Schlagabtausch im Parlament. Draußen gingen viele Herero und Nama zu wütenden Protesten auf die Straße, Hunderte versuchten das Parlament zu stürmen.

          Von „Verrat“ ist die Rede: Die deutsche Regierung habe nicht mit den Nachfahren der Opfer, sondern mit der namibischen Regierung verhandelt. Die 1,1 Milliarden Euro seien zudem keine echte Entschädigung. Die Bundesregierung wiederum hat stets betont, es werde keine direkten Zahlungen an Opferverbände oder einzelne Personen geben. Sie vermeidet tunlichst den Begriff „Reparation“. Die Nachfahren anderer Völker in früheren deutschen Kolonien könnten sonst wegen Verbrechen ebenfalls Entschädigung fordern. Die Angst vor nicht endenden Zahlungsverpflichtungen auf der einen und die Enttäuschung auf der anderen Seite sind keine gute Ausgangsbasis für eine Einigung.

          Ueriuka Festus Tjikuua ist ein hochrangiges Ratsmitglied im traditionellen Königshaus Kambazembi und Generalsekretär einer gemäßigten Herero-Organisation.
          Ueriuka Festus Tjikuua ist ein hochrangiges Ratsmitglied im traditionellen Königshaus Kambazembi und Generalsekretär einer gemäßigten Herero-Organisation. : Bild: Claudia Bröll

          Ueriuka Festus Tjikuua ist ein angesehener Mann in Okakarara. Jeder in dem kleinen Ort kennt und grüßt ihn. Als Zeichen seiner besonderen Stellung trägt er einen breitkrempigen Hut. Auch an der Feuerstelle seines Freundes Ngeke behält er ihn auf. Tjikuua ist ein hohes Ratsmitglied im traditionellen Königshaus Kambazembi, außerdem ist er Generalsekretär einer gemäßigten Herero-Organisation, die bei den Verhandlungen beratend mit von der Partie war.

          „Wir brauchen diese Entwicklungsprojekte“

          Ob er als Herero gegen Deutschland einen Groll hege? Tjikuua schüttelt den Kopf und gibt eine Probe seiner Deutschkenntnisse zum Besten: „Ich trinke gerne Alsterwasser“, sagt er fast akzentfrei und erkundigt sich interessiert, wer die Bundestagswahl wohl gewinnen werde. In den Siebzigerjahren hatte er sich der Widerstandsbewegung gegen die südafrikanische Apartheidregierung angeschlossen – Namibia gehörte nach dem Ersten Weltkrieg zu Südafrika. Als es für ihn zu gefährlich wurde, ging er zunächst ins Exil nach Botswana. Später führte ihn ein Stipendium nach Marburg und Hamburg. Es folgten Studienjahre in Kanada und unter anderem eine Tätigkeit für die Vereinten Nationen. Erst 1989, ein Jahr vor der Unabhängigkeit Namibias, kehrte er in seine Heimat zurück.

          Trotz der Verbindung mit Deutschland hält er eine Entschuldigung und Wiedergutmachung der deutschen Regierung für längst überfällig. Und genau deswegen ärgert er sich über die Proteste der anderen Herero- und Nama-Organisationen: „Sie hatten ihre Chance, ebenfalls mitzuwirken, aber sie haben sich für einen anderen Weg entschieden.“

          Gemeint ist eine Sammelklage auf Entschädigung, die einige Herero-Gruppen 2017 vor einem Bezirksgericht in New York eingereicht hatten. Schwindelerregende Entschädigungsforderungen machten damals die Runde. Doch die Richterin wies die Klage zwei Jahre später ab. Auch das Argument, Deutschland hätte mit den Herero- und Nama-Vereinigungen anstelle von Gesandten der Regierung verhandeln sollen, wischt Tjikuua mit einer Handbewegung zur Seite. „Diese Gespräche wären nie zu einem Ergebnis gekommen. Die Herero und Nama ziehen nicht an einem Strang, das haben sie noch nie getan.“

          Rundum zufrieden mit dem Vorschlag, der jetzt so die Gemüter erhitzt, ist auch er nicht. Am meisten stört ihn, dass die 1,1 Milliarden Euro darin festgeschrieben sind. „Flexibilität wäre besser, wer weiß, was in 30 Jahren alles passieren kann“, sagt er. „Wenn gute Projekte angefangen werden, muss man sie zu einem Ende bringen.“ Aber letztlich ist das für ihn ein Detail, das das Vorhaben nicht zum Scheitern bringen sollte. „Wir brauchen diese Entwicklungsprojekte. Wir müssen an diese und die nächsten Generationen denken“, sagt er mit einem Blick auf die idyllische Landschaft in der Abendsonne: Vom Gehöft aus ist weit und breit kein Stromkabel, keine Teerstraße und kein Solarpanel zu sehen. Nur ein wackliger Zaun aus Holzstecken wirft lange Schatten.

          „Das Geld wird einfach verschwinden“

          Einen Tag später und 220 Kilometer weiter südlich ist die Stimmung nicht so friedlich. Mehrere Herero-Organisationen haben in Okahandja, einem traditionellen Zentrum der Herero, zu einer Protestveranstaltung eingeladen. Auf Flugblättern sind Sätze gedruckt wie: „Die ,Fake‘-Abmachung ist wieder vor der ,Fake‘-Volksvertretung.“ Bilder von Totenköpfen, Henkerstricken und dicken Blutstropfen hat jemand dazugestellt. Treffpunkt ist der Kommando-Nr.-1-Platz, so nennen die Herero und Nama die freie Fläche hinter dem Einkaufszentrum im Ort.

          Traditionelle Herero-Organisationen sind misstrauisch, weil das Geld nicht direkt an die Nachfahren der Opfer gezahlt wird.
          Traditionelle Herero-Organisationen sind misstrauisch, weil das Geld nicht direkt an die Nachfahren der Opfer gezahlt wird. : Bild: Claudia Bröll

          Schon am Vormittag haben sich dort rund 150 Menschen unter Sonnensegeln versammelt. Nach dem Programm sollen den ganzen Tag lang Vorträge und Diskussionsrunden stattfinden. Dafür haben sich die meisten wie zu einem Festtag gekleidet. Die Frauen sind in roter Herero-Tracht mit langen, ausladenden Röcken und breiten Hüten erschienen. Einige Männer tragen braune und blaue Uniformen wie aus der deutschen Kaiserzeit, reich geschmückt mit Orden, goldenen Knöpfen und Epauletten. Ein älterer, ganz in Schwarz gekleideter Herr hat sich eine Krokodilshaut über die Schulter geworfen und Krähenfüße an den Gürtel gehängt. Weitgehend unbeachtet brennt auch auf dem Kommando-Nr.-1-Platz ein „heiliges Feuerchen“. Vor den großen Geländewagen, mit denen einige Teilnehmer angefahren sind, ist es fast nicht zu sehen.

          Daniel Maekopo hat keine Mühen gescheut, um sich für die Veranstaltung passend zu kleiden. Er arbeitet als Unternehmensberater, ist eigens aus Windhuk angereist, um seine Enttäuschung zum Ausdruck zu bringen. Misstrauisch ist er, weil das Geld nicht direkt an die Nachfahren der Opfer gezahlt wird. „Wir trauen der namibischen Regierung nicht“, erklärt er freundlich der deutschen Besucherin, „Das Geld wird einfach verschwinden, man könnte es genauso gut in den Ozean kippen.“ Außerdem wüssten die Herero und Nama besser als die Regierung, wie das Geld sinnvoll investiert werden müsse, um die Lebensbedingungen zu verbessern.

          Wie viele Herero unterstützen die radikale Position?

          Sein Nachbar, der sich als traditioneller Chief vorstellt, mischt sich ein und poltert weniger diplomatisch los: „Die 1,1 Milliarden Euro über 30 Jahre hinweg sind doch ein Witz. Glauben die Deutschen, wir können nicht rechnen?“ Aus seiner Sicht gibt es keinen Grund, weshalb die Nachfahren der Herero- und Nama-Opfer nicht in gleicher Weise entschädigt werden sollen wie die Überlebenden des Holocaust. Es gehe nicht nur um das Leid, sondern auch um das Vermögen, das die deutsche Kolonialmacht gestohlen habe: Land, Vieh, Besitztümer bis hin zu Abbaurechten für Bodenschätze. Einschließlich Zinsen und Zinseszinsen sei ein viel höherer Betrag fällig. „Eine echte Entschädigung ist das nicht, das ist eine Unverschämtheit“, schimpft er und wendet sich wieder den anderen Chiefs in der Otjiherero-Sprache zu.

          Nach einem langen, heißen Tag finden sich im Schlusskommuniqué der Veranstalter ähnlich klare Worte. Die namibische Regierung sei über den Tisch gezogen worden. Die Kompensation über soziale Projekte sei eine „vertuschte Fortführung der Zahlungen Deutschlands für bisherige Regierungsprojekte“. Die Organisationen lehnten das Abkommen daher ab. „Es ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist, und wir rufen die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union und die restliche internationale Gemeinschaft dazu auf, diese Spielerei von Deutschland und Namibia zurückzuweisen.“

          Unklar ist, wie viele Herero und Nama diese radikale Position unterstützen. Der jüngst an Corona verstorbene Unterhändler der namibischen Regierung, Zed Ngavirue, ein erfahrener Diplomat, hatte oft beschwichtigend gesagt, dass die Kritiker immer am lautesten seien. Sie repräsentierten deswegen aber nicht die Mehrheit in ihren Volksgruppen.

          Ein imposanter Granit-Obelisk gedenkt eines kürzlich an Corona verstorbenen Chiefs der Herero.
          Ein imposanter Granit-Obelisk gedenkt eines kürzlich an Corona verstorbenen Chiefs der Herero. : Bild: Claudia Bröll

          Sein Hauptkontrahent Vekuii Rukoro – auch er starb vor Kurzem an den Folgen einer Covid-Infektion – hatte jedoch viele Anhänger. Tausende gingen zu seinem feierlichen Beerdigungszug im Juli auf die Straßen. Rukoro hatte am leidenschaftlichsten für Reparationen gekämpft, er hatte die Sammelklage in den Vereinigten Staaten vorangetrieben. Als Paramount-Chief der Herero, ein auf Lebenszeit gewählter Oberhäuptling, erkannten ihn die Oberhäupter der traditionellen Königshäuser allerdings nicht an. Auch deswegen war heftig umstritten, ob Rukoro überhaupt Teil des Verhandlungsteams sein könne. Auf einem kleinen Friedhof vor der deutschen Kirche in Okahandja liegt er jetzt neben anderen Herero-Häuptlingen begraben. Ein imposanter Granit-Obelisk steht auf dem Grab.

          Deutscher Farmer sieht keinen Genozid

          Von der Veranda seiner schmucken Farm „Okosongomingo“ aus blickt Hinrich Schneider-Waterberg täglich auf den berühmten Waterberg. Im August 1904 hatte die deutsche Armee die Herero auf dem Plateau dieses Berges umzingelt. Man spricht von der „entscheidenden Schlacht am Waterberg“. Seit drei Generationen lebt die aus Deutschland stammende Familie dort. Sein Vater erwarb das Land nach dem Herero-Krieg von einem anderen deutschen Farmer, kaufte nach und nach Flächen dazu. Später verkaufte die Familie einen Anteil der Farm an Ngavirue. Ungeachtet der Vergangenheit waren die deutschen Farmer und der Herero-Diplomat gut befreundet.

          Nicht nur geographisch sind die Schneider-Waterbergs nah an dem geschichtsträchtigen Ort. In Namibia gibt es wenige, die sich so intensiv mit dem Herero-Krieg und der deutschen Kolonialzeit befasst haben. Der heute fast 90 Jahre alte Farmer hat eine Bibliothek zusammengestellt mit Tausenden Büchern, Dokumenten und historischen Afrika-Karten. 2005 rief er mit einem eigenen Buch unter dem Titel „Der Wahrheit eine Gasse“ eine Kontroverse unter Fachleuten hervor. Nach akribischen Recherchen fand er Unstimmigkeiten zwischen den Darstellungen einiger Historiker und seinen eigenen Erkenntnissen. Er vertritt die These, dass es kein Genozid war, sondern ein Krieg. Heute verbringt er weiterhin viel Zeit in seiner Bibliothek. Die Vergangenheit beschäftigt ihn immer noch, aber eine gewisse Resignation ist nicht zu übersehen. „Wenn die Bundesregierung und der Bundespräsident einen Völkermord anerkannt haben, was soll ich da noch sagen?“

          Kann eine gewisse Resignation nicht verbergen: der fast 90 Jahre alte deutschstämmige Farmer Hinrich Schneider-Waterberg mit seinem Sohn Harry
          Kann eine gewisse Resignation nicht verbergen: der fast 90 Jahre alte deutschstämmige Farmer Hinrich Schneider-Waterberg mit seinem Sohn Harry : Bild: Claudia Bröll

          Ursprünglich sollte das Aussöhnungsabkommen noch in diesem Jahr von beiden Außenministern unterzeichnet werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wollte danach nach Namibia reisen und sich vor dem Parlament in aller Form entschuldigen. Wann dies passieren wird, ist jetzt völlig offen. Die namibische Regierungspartei könnte das Abkommen mit einer einfachen Mehrheit schnell ratifizieren. Doch ein solcher Schritt würde die Proteste weiter anheizen. „Wir werden diesem Abkommen niemals zustimmen“, hatten die Chiefs auf dem Kommando-Nr.-1-Platz verkündet: „Auch wenn wir weitere 100 Jahre für eine echte Entschädigung kämpfen müssen.“

          Ngeke Katjangua derweil wartet auf seinem Gehöft weiter auf Strom, auf eine geteerte Zufahrtsstraße. Er hofft, dass er irgendwann mit der Familie seiner deutschen Vorfahren in Kontakt treten kann.

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