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Nahostkonflikt : 120 Aktivisten in israelischer Abschiebehaft

Israelische Grenzpolizisten im Handgemenge mit der „Palästinensischen Nationalen Initiative” am Samstag Bild: dpa

Israel möchte die festgenommenen pro-palästinensischen Aktivisten rasch in ihre Heimatländer zurückschicken. Knapp 120 Ausländer sitzen dem israelischen Innenministerium zufolge in Abschiebehaft. Darunter sind auch 13 Deutsche.

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          Die israelische Polizei hat am Freitag 130 pro-palästinensischen Aktivisten die Einreise am Tel Aviver Flughafen verweigert. Am Sonntagnachmittag warteten noch 120 verhinderte Teilnehmer an einer Solidaritätswoche in den Palästinensergebieten in zwei israelischen Gefängnissen auf ihre Abschiebung.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Nach Angaben des Auswärtigen Amts waren darunter noch 13 von ursprünglich 15 Deutschen. Es wurde erwartet, dass ein Großteil noch am Sonntag zurückfliegt. Die Organisatoren der Initiative „Willkommen in Palästina“ berichteten, dass knapp zwanzig Deutsche und Österreicher ins Westjordanland reisen wollten.

          Am geplanten Programm nahmen am Wochenende nach palästinensischen Berichten nur gut hundert Personen teil. Vor Beginn der Aktion war von mehr als 600 Teilnehmern die Rede. Etwa 230 von ihnen wiesen Fluggesellschaften noch vor dem Einsteigen ab, nachdem israelische Behörden ihre Namen auf eine Schwarze Liste gesetzt hatten. Die israelische Regierung betrachtete sie als eine Gefahr für die öffentliche Ordnung. Auch von der internationalen Gaza-Flotte blieb wenig übrig.

          In Griechenland wollten am Wochenende von den anfänglich zehn Schiffen nur noch zwei weiter versuchen, in das von Israel abgeriegelte Gebiet zu gelangen. Eine französische Jacht und das griechisch-skandinavische Schiff „Juliano“ hätten noch nicht aufgegeben, meldete die israelische Zeitung „Haaretz“ am Sonntag. Die griechischen Behörden verbieten den Schiffen seit Tagen, dorthin auszulaufen. Ein Großteil etwa 300 Aktivisten kehrte schon nach Hause zurück.

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