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Nahostkonferenz in Warschau : Ein echter Transatlantiker

Polens Außenminister Jacek Czaputowicz und Amerikas Außenminister Mike Pompeo während einer Pressekonferenz am 12. Februar in Warschau. Bild: AFP

Polens und Amerikas Außenminister sprechen bei einer Nahostkonferenz über gemeinsame Ziele – Polen will dabei ein Scharnier zwischen Europa und Amerika sein.

          Seit einem Jahr ist er im Amt, und seit Dienstagabend ist er Gastgeber seines amerikanischen Gegenübers Mike Pompeo: Polens Außenminister Jacek Czaputowicz. Am Mittwoch sprachen beide in einer Kaserne in Masuren zu Soldaten der Nato-Vorwärtsverteidigung. Czaputowicz dankte den dort stationierten 900 Amerikanern für ihren 2017 begonnenen Einsatz im Nordosten Polens: „Dank Ihrem Dienst fühlen wir uns sicher.“ Pompeo wiederum lobte, dass Polen seine Bündnisverpflichtungen ernst nehme. Das war der Auftakt zu einem polnisch-amerikanischen Großereignis an diesem Donnerstag: einer internationalen Nahostkonferenz in Warschau.

          Gerhard Gnauck

          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Polen hat – zum Teil noch aus der Zeit vor 1989 – Verbindungen in diese Region; seitdem hat das Land immer wieder versucht, sich an der Seite der Amerikaner zu profilieren. Heute will Warschau ein Scharnier zwischen Europa und Amerika sein. Der Minister will mit der Konferenz einen „Warschauer Prozess“ anstoßen, in dem sich beide Seiten des Atlantiks dauerhaft über diese Region austauschen würden.

          Czaputowicz setzt sich schon länger für diese Partnerschaft ein. 1956 in Warschau geboren, war er früh in Bürgerrechtsgruppen wie „Freiheit und Frieden“ aktiv und zeitweise so etwas wie ihr Außenminister. Seine Doktorarbeit schrieb er 1997 über Europas Sicherheitsarchitektur nach dem Kalten Krieg. Nach der Wende leitete er Polens Verwaltungshochschule. Als Minister pflegt er bei deutsch-polnischen Themen eine mildere Sprache als viele Kabinettskollegen.

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