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Nahost-Konflikt : Rice wirbt für ägyptischen Waffenstillstandsplan

  • Aktualisiert am

Der Krieg geht weiter, die Hoffnung bleibt Bild: AFP

Die Kampfhandlungen im Gazastreifen gehen auch am Mittwoch weiter. Unterdessen wirbt die amerikanische Außenministerin Rice für den ägyptischen Waffenstillstandsplan. Israel hat einen Vertreter nach Kairo entsandt, die Hamas prüft immerhin die Vorschläge.

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          Israelische Kampfflugzeuge haben am Donnerstagmorgen ihre Angriffe im palästinensischen Gazastreifen fortgesetzt. Zudem beschossen Panzer vermutete Stellungen palästinensischer Extremisten.

          Am Vortag hatte es erstmals seit Beginn der Militäroffensive vor 13 Tagen eine kurze Feuerpause gegeben. Sie sollte den 1,5 Millionen Bewohnern des Küstenstreifens Gelegenheit geben, sich mit dem Nötigsten einzudecken. Bei den seit 13 Tagen anhaltenden Kämpfen wurden bislang nach Angaben von Medizinern mindestens 658 Palästinenser getötet.

          Israel hat erklärt, so lange gegen die radikal-islamische Hamas vorzugehen, bis diese keine Raketen mehr in den Süden Israels abfeuern kann. Extremisten beschossen am späten Mittwochabend erneut die Städte Aschkelon und Beerscheba. Berichte über Opfer gab es keine.

          Rice wirbt für ägyptischen Waffenstillstandsplan

          Die amerikanische Außenministerin Rice warb unterdessen bei der israelischen Regierung für einen Waffenstillstandsplan Ägyptens. Der Plan verlangt ein Ende der Raketenangriffe auf Israel, ein Ende der israelischen Blockade und einen Stopp des Waffenschmuggels in den Gazastreifen. Israelischen Kreisen zufolge stimmt die Regierung den Grundsätzen des Plans zu und hat einen Vertreter zu Gesprächen nach Kairo entsandt. Allerdings bestehe die Herausforderung noch darin, diese Prinzipien in konkrete politische Schritte umzuwandeln, hieß es. Die Hamas erklärte, sie prüfe die Vorschläge.

          Der UN-Sicherheitsrat verständigte sich am Mittwoch erneut nicht auf eine Resolution oder Erklärung zum Gaza-Konflikt. Die Bemühungen der 15 Mitglieder des Gremiums sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. In einem Resolutionsentwurf Libyens wird eine sofortige Waffenruhe verlangt. Die Vereinigten Staaten und andere Länder lehnen den Entwurf jedoch als zu anti-israelisch ab. Sie streben eine nicht-bindende Erklärung des Rates an.

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