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Nahost : Israel bietet Hamas Waffenstillstand an

  • Aktualisiert am

Ehud Barak hat sich für eine Waffenruhe ausgesprochen Bild: dapd

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hat sich für eine Waffenruhe im Gazastreifen ausgesprochen. Barak sagte dem israelischen Rundfunk, Israel werde seine Angriffe auf das Palästinensergebiet stoppen, wenn die militanten Palästinenser ihre Raketen- und Mörsergranatenangriffe unterlassen.

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          Nach der abermaligen blutigen Eskalation der Gewalt in Nahost hat sich der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak am Sonntag für eine Waffenruhe im Gazastreifen ausgesprochen. Barak sagte dem israelischen Rundfunk, Israel werde seine Angriffe auf das Palästinensergebiet stoppen, wenn die militanten Palästinenser ihre Raketen- und Mörsergranatenangriffe unterlassen. Israel werde eine neue Militäroffensive im Gazastreifen nur im Notfall unternehmen.

          In einer ersten Reaktion sprach sich der Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri für eine Beendigung der jüngsten Auseinandersetzungen aus. „Das palästinensische Lager ist nicht an einer Eskalation interessiert“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. „Wenn die israelische Aggression aufhört, wäre es nur natürlich, dass wieder Ruhe einzieht.

          Der Sprecher des militärischen Arms der Hamas, Abu Obeida, schränkte jedoch ein, seine Organisation sei nicht zu Gesprächen über eine Waffenruhe bereit, solange Israel seine Angriffe fortsetze.

          Schlimmster Ausbruch von Gewalt seit dem Gazakrieg

          Die Region erlebt in diesen Tagen den schlimmsten Ausbruch der Gewalt seit dem Gazakrieg vor gut zwei Jahren. Seit Donnerstag sind bei israelischen Angriffen im Gazastreifen 18 Palästinenser getötet und 60 verletzt worden. Israel reagierte mit den Angriffen auf den Beschuss eines Schulbusses in der Negev-Wüste, bei dem am Donnerstag ein Jugendlicher lebensgefährlich verletzt worden war.

          Palästinensische Gruppierungen haben seit Donnerstag mindestens 130 Geschosse auf Israel abgefeuert, darunter 10 Raketen des Typs Grad und 60 Raketen mit einer kürzeren Reichweite, wie eine israelische Armeesprecherin am Sonntag in Tel Aviv mitteilte. Die restlichen Geschosse seien Mörsergranaten gewesen.

          Israel habe seit Donnerstag elf Gruppierungen militanter Palästinenser beschossen, die an Angriffen auf israelische Ziele beteiligt waren. In der Nacht zum Sonntag habe es keine neuen israelischen Angriffe gegeben. Im israelischen Grenzgebiet seien drei weitere Raketen eingeschlagen, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurden. Das neue israelische Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ habe bislang acht Raketen abfangen können, sagte die Armeesprecherin.

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