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Weißrussland hilft Gaddafi : Minsk schickt 40 Tonnen Waffen nach Libyen

  • Aktualisiert am

Der Präsident von Weißrussland, Alexandr Lukaschenka, bietet dem Gaddafi-Clan offenbar Asyl an. Bild: dpa

Weißrussland geriert sich als Protektor Gaddafis: Offenbar hat Minsk in den vergangenen Wochen 40 Tonnen Waffen an die Machthaber in Libyen geliefert. Nach Angaben des Friedensforschungsinsitituts Sipri bereiten Gaddafi und seine Familie derweil möglicherweise ihre Flucht nach Weißrussland vor.

          Weißrussland hat Libyen in den vergangenen Wochen 40 Tonnen Waffen geliefert. Das geht aus der Äußerung eines Mitarbeiters des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri im schwedischen Radio hervor, auf die sich internationale Nachrichtenagenturen am Mittwoch beriefen. Demnach sei Mitte Februar eine Iljuschin 62 von dem weißrussischen Militärstützpunkt bei Baranowitschi ins lybische Sabha geflogen. In Baranowitschi würden vor allem Waffen und Munition gelagert und von dort aus werde auch Weißrusslands Waffenhandel abgewickelt, während Sabha dem libyschen Militär als Logistikzentrum diene.

          Als Gegenleistung für die Lieferung von Waffen, hieß es weiter, habe der libysche Staatschef Gaddafi wahrscheinlich Diamanten in einem Privatflugzeug in das hoch verschuldete Weißrussland bringen lassen. Das weißrussische Außenministerium wies die Anschuldigungen zurück und beschuldigte den Westen, einen „Informationskrieg“ gegen Weißrussland zu führen.

          Auch Asyl in Weißrussland?

          Zuerst sei fälschlich behauptet worden, dass weißrussische Söldner für Gaddafi kämpfen würden, dann habe man die Landung eines libyschen Flugzeuges mit Gold und Brillanten erfunden. Jetzt werde Weißrussland unterstellt, die vom Weltsicherheitsrat gegen Libyen verhängten Sanktionen verletzt zu haben.

          Ein von Rebellen erbeutetes Flugabwehrgeschütz in Benghasi

          Unterdessen bereiten Gaddafi und seine Familie möglicherweise ihre Flucht nach Weißrussland vor. Darauf deuten nach Angaben des Instituts Sipri mindestens zwei Flüge von Gaddafis Privatjet von Tripolis zu einem weißrussischen Flugplatz in den vergangenen sieben Tagen hin.

          Der Sipri-Mitarbeiter Hugh Griffiths sagte im schwedischen Rundfunksender SR, es sei auch erwiesen, dass Weißrussland in den vergangenen Wochen 40 Tonnen Waffen an Libyen geliefert habe. Als Zahlungsmittel habe Gaddafi mit seinem Privatjet wahrscheinlich Diamanten in das hoch verschuldete Weißrussland schaffen lassen. Das Außenministerium in Minsk wies die Angaben zurück. Der weißrussische Staatschef Alexander
          Lukaschenko gilt als letzter Diktator Europas.

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