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Waffenlieferungen : Weiterer israelischer Angriff in Syrien?

Luftschlag auf Ziele in Syrien?? Israelisches Kampfflugzeug während eines Trainingsflugs Bild: dpa

Israel hat nach unbestätigten Berichten abermals Ziele in Syrien angegriffen. Offenbar sollten damit neue Raketenlieferungen an die Hizbullah verhindert werden. Die syrische Führung wies die Berichte zurück.

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          Die israelische Luftwaffe hat offenbar in Syrien ein weiteres Mal eine Waffenlieferung an die libanesische Hizbullah-Miliz verhindert. Die Nachrichtenagenturen AP und Reuters zitierten am Samstag ungenannte israelische Militärvertreter, nach deren Angaben am Freitag ein Konvoi mit weitreichenden Boden-Boden-Raketen auf dem Weg zur Hizbullah in den Libanon angegriffen worden sei.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Nach Angaben aus  amerikanischen Sicherheitskreisen wurde ein Gebäude und kein Konvoi bombardiert. Nach Informationen des amerikanischen Sender CNN soll es sich nicht um Chemiewaffen gehandelt haben. Bei dem Angriff seien auch keine israelischen Flugzeuge in den syrischen Luftraum eingedrungen. Angeblich kann die Luftwaffe entsprechende Raketen auch von Israel oder über dem Libanon abfeuern. Am Freitag wurden im Südlibanon zahlreiche Überflüge israelischer Militärflugzeuge beobachtet.

          Amos Gilad, der Chef der politischen Abteilung des israelischen Verteidigungsministeriums, sagte am Samstag, in Israel sei der Armeesprecher die einzige offizielle Quelle für solche Fragen. Nach offiziell unbestätigten Berichten hatte die israelische Armee Ende Januar einen syrischen Konvoi mit Raketen für die Hizbullah bei Damaskus zerstört.

          Syrien: „Psychologische Kriegsführung“

          Die syrische Regierung wies den Bericht am Samstag zurück und sprach von „psychologischer Kriegsführung“, die dazu diene, einen größeren Angriff auf Syrien vorzubereiten. Ein Kommandeur der Aufständischen bestätigte nach Agenturmeldungen den jüngsten Luftschlag, konnte aber den genauen Ort nicht nennen.

          Ein Hizbullah-Sprecher kündigte an, seine Organisation werde alles tun, damit Syrien nicht in die Hände der Israelis und Amerikaner falle. Die israelische Regierung stellte klar, dass sie es nicht tatenlos hinnehmen werde, sollten die Hizbullah oder andere Extremisten syrische Chemiewaffen erhalten. In Israel ist man aber auch über das moderne syrische Raketenarsenal besorgt. Mit dessen Hilfe könnte die Schiiten-Miliz die militärische Überlegenheit Israels gefährden, heißt es.

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