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Verteidigungsministerin : Von der Leyen: Je stärker der IS, desto größer die Bedrohung für uns

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fliegt in einer Transall der Bundeswehr in den Irak. Bild: dpa

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist zu Gesprächen im Irak eingetroffen. Dabei soll es auch um die deutsche Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ gehen.

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          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die deutsche Beteiligung am Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auch mit der Anschlagsgefahr für Deutschland begründet. „Je länger der IS stark und attraktiv bleibt, desto mehr steigt die Bedrohung für uns zu Hause“, sagte die CDU-Politikerin auf ihrer Reise in den Irak. „Man kann sich dem nicht entziehen, indem man sagt, wir halten uns da raus.“

          Von der Leyen traf am Sonntag zu politischen Gesprächen im Irak ein. In der Hauptstadt Bagdad wollte sie unter anderem den irakischen Präsidenten Fuad Masum treffen. Von der Leyen kam wegen Schneefalls in Jordanien erst zwei Stunden später als geplant in Bagdad an.

          Deutschland unterstützt den Kampf der irakischen Kurden gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Die Bundeswehr hat die so genannten Peschmerga bereits mit Waffen im Wert von 70 Millionen Euro ausgerüstet. Zudem sollen in den nächsten Wochen bis zu 100 deutsche Militärausbilder in die Kurden-Hauptstadt Arbil geschickt werden. „Es geht darum, den Mythos der Unbesiegbarkeit des IS zu brechen“, sagte von der Leyen.

          Der IS hatte nach den Attentaten in Paris mit einer größeren Terrorkampagne und weiteren Angriffen in Europa und den Vereinigten Staaten gedroht. „Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen“, hatte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul gesagt. „Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein.“

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