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Vorbereitung für Angriff : Vereinigte Staaten schicken 600 weitere Soldaten in den Irak

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Die Vereinigten Staaten schicken zur Vorbereitung der Offensive auf Mossul über 600 weitere Soldaten in den Irak (Archivbild). Bild: AP

Der „Islamische Staat“ verliert im Irak immer mehr Territorium. Bald soll auch die Hochburg Mossul befreit werden. Die Vereinigten Staaten werden zur Unterstützung bald wieder über 5000 amerikanische Soldaten im Land stehen haben.

          Die Vereinigten Staaten wollen vor der geplanten Rückeroberung der irakischen Stadt Mossul rund 600 weitere Soldaten in das Land schicken. Sie sollen irakische Soldaten und Kräfte der kurdischen Peschmerga ausbilden und beraten, wie Verteidigungsminister Ashton Carter am Mittwoch mitteilte. Es geht demnach auch um logistische Unterstützung. Präsident Barack Obama hatte die Aufstockung genehmigt. Er kam damit einer Bitte des irakischen Ministerpräsidenten Haider al Abadi nach.

          Derzeit befinden sich 4565 amerikanische Soldaten im Irak. Die Millionenstadt Mossul wird seit Juni 2014 von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) gehalten und ist ihre wichtigste Hochburg im Irak. Die Vorbereitungen zur Rückeroberung laufen seit Monaten. Mossul ist vor allem wegen der Erdölproduktion in der Region von strategischer Bedeutung.

          Rückeroberung könnte schon im Oktober beginnen

          Nach Angaben von Pentagon-Sprecher Jeff Davis sollen die zusätzlichen 615 Soldaten etwa an die Luftwaffenstützpunkte Al-Kajara und Al Asad verlegt werden. Al-Kajara liegt rund 70 Kilometer südlich von Mossul.

          Zuletzt mehrten sich Stimmen, wonach die Rückeroberung der Metropole schon im Oktober beginnen könnte. Davis sagte, die Vorbereitungen der amerikanischen Seite sollten bis dahin abgeschlossen sein. Es liege aber an der irakischen Regierung, den Zeitpunkt festzulegen. Es wird damit gerechnet, dass die Gefechte Monate dauern könnten.

          Auch die Bundeswehr leistet einen Beitrag. Kleine Truppen mit bis zu 30 Soldaten sollen künftig kurdische Peschmerga und andere irakische Kämpfer nur wenige Kilometer hinter der Frontlinie trainieren. Die Bundeswehr schult seit Januar 2015 im Nordirak Kämpfer der kurdischen Peschmerga-Armee sowie der religiösen Minderheiten der Jesiden und Kakai. Derzeit sind 140 deutsche Soldaten in Erbil stationiert. Die dortige Ausbildungsstätte liegt 55 Kilometer östlich der Frontlinie.

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