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Krieg in Syrien : Assad glaubt an einen Sieg mit Russlands Hilfe

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Verantwortlich für den Krieg in Syrien: Diktator Bashar al-Assad bei einem Interview für das iranische Fernsehen Bild: AP

Seit Russland mit eigenem Militär in Syrien eingreift, gibt sich Assad siegesgewiss. Bei einem Scheitern drohe die Zerstörung der gesamten Region, sagte der Diktator.

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          Der syrische Präsident sieht in seiner Koalition mit Russland den einzigen Weg für eine Lösung des blutigen Konflikts. „Diese Allianz sollte erfolgreich sein, ansonsten wird Zerstörung das Schicksal der gesamten Region sein, nicht nur das von ein oder zwei Ländern“, sagte Assad nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana vom Sonntag dem iranischen Sender Khbar TV. Das Militärbündnis unter der Führung der Vereinigten Staaten habe mit seinen Einsätzen in Syrien keine Ergebnisse erzielt

          Die Vereinigten Staaten hatten vergangenes Jahr eine internationale Luftoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gestartet, die große Teile Syriens und des Iraks kontrolliert. Seit Mittwoch bombardiert auch Russland Syrien. Nach westlichen Informationen trafen die Luftschläge neben den IS-Extremisten vor allem  auch gemäßigte Rebellen.

          Assad selbst zeigt sich mittlerweile siegesgewiss: Wenn sein Land mit Russland, dem Iran und dem Irak gemeinsam gegen Terrorismus kämpfe, werde es Erfolge geben, sagte Assad am Sonntag im iranischen Fernsehen. "Die Chancen dieser Allianz sind groß, nicht klein."

          Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zielten mutmaßlich russische Bombardements am Sonntag auf den Westen Syriens. Russland gab an, IS-Stellungen in den Provinzen Idlib im Nordwesten und Rakka im Osten angegriffen zu haben.

          Cameron warf der russischen Führung vor, mit ihrem Vorgehen in erster Linie den "Schlächter Assad" zu unterstützen. „Das wird die Region instabiler machen, es wird zu einer weiteren Radikalisierung und mehr Terror führen“, sagte er der BBC. Auch der amerikanische Präsident Barack Obama beschuldigte Russland, den IS zu stärken.

          Die westlichen Regierungschefs lebten in einem Zustand, in dem es ihnen an einem ungetrübten Blick mangle, sagte Assad hingegen. Viele von diesen hatten den Machthaber, der für einen Großteil der zivilen Opfer im syrischen Bürgerkrieg verantwortlich ist, in der Vergangenheit zum Rücktritt aufgefordert. Seit 2011 kamen in dem blutigen Konflikt nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 250.000 Menschen ums Leben.

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