https://www.faz.net/-gq5-75q4w

Syrien : Viele Tote bei Luftangriff in Damaskus

  • Aktualisiert am

Menschen suchen nach einem Luftangriff in Syrien in den Trümmern nach Überlebenden Bild: REUTERS

Syrische Regierungstruppen haben bei einem Luftangriff auf einen Vorort von Damaskus mindestens 20 Personen getötet, darunter viele Kinder. Ein weiterer ranghoher General soll sich unterdessen vom Regime abgewandt haben.

          1 Min.

          Bei einem Luftangriff auf einen Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Regimegegnern 20 Personen ums Leben gekommen. Unter den Opfern der Attacke auf Moadhamijat al-Scham sollen sieben Kinder sein. Aktivisten veröffentlichten am Montag eine Videoaufnahme der Rettungsarbeiten nach dem Angriff. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden seit Beginn des Konflikts im März 2011 mehr als 60.000 Menschen getötet, darunter 3500 Kinder.

          Die Luftwaffe soll auch den Vorort Daraja im Südwesten von Damaskus bombardiert haben, während die Artillerie die Vorstädte Duma und Beit Sahem beschoss. Auch in mehreren Vierteln im Süden der Hauptstadt habe es Gefechte mit den Aufständischen gegeben. Damaskus ist heftig umkämpft zwischen Rebellen und Regierungstruppen, die seit Wochen versuchen, die Umgebung der Hauptstadt wieder unter ihre volle Kontrolle zu bekommen.

          „Killer-Regime“ von Präsident Assad

          Die regimekritische Website „All4Syria“ berichtete, ein hoher Mitarbeiter des Innenministeriums habe sich auf die Seite der Revolutionäre geschlagen. General Mahmud Ahmed Ali veröffentlichte im Internet ein Video, in dem er sich vom „Killer-Regime“ von Präsident Baschar al-Assad lossagt. Der General beklagt auch die „willkürliche Zerstörung der Infrastruktur Syriens“ durch die Regierungstruppen.

          Russland forderte unterdessen von der syrischen Opposition Vorschläge für einen Dialog mit Assad. Zwar reichten die Gesprächsangebote Assads wahrscheinlich nicht aus und würden von manchen nicht ernst genommen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach Agenturberichten. „Aber es sind wenigstens Vorschläge.“ Russland hatte gemeinsam mit China im UN-Sicherheitsrat mehrfach Resolutionen gegen Syrien verhindert.

          Topmeldungen

          Nach den britischen Wahlen : Mehr Blair fürs Volk

          Boris Johnson ist mit voller Wucht gegen die „rote Mauer“ des Labour-Herzlands gefahren und hat große Teile davon zum Einsturz gebracht. Warum fühlt man sich jetzt dennoch an einen früheren Labour-Premier erinnert?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.