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Syrien : Rebellen attackieren Armeestützpunkte

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Bürgerkriegsschäden: Eine Kirche in Daria, nahe Damaskus, am Dienstag
          1 Min.

          Syrische Rebellen haben am Dienstag offenbar mehrere Stützpunkte der Regierungstruppen angegriffen. Im Damaszener Vorort Sejjida Seinab unweit des Flughafens lieferten sie sich nach Angaben von Aktivisten heftige Gefechte mit Truppen von Machthaber Baschar al Assad.

          Im Umland von Aleppo sollen die Regimegegner eine Luftabwehrstellung überrannt haben. Ein Offizier der Freien Syrischen Armee (FSA) sagte dem TV-Sender Al Arabija, die Revolutionäre bereiteten sich auf die Schlacht um Damaskus vor.

          Die heftigen Kämpfe und Angriffe der Luftwaffe forderten am Dienstag nach Angaben der Opposition mindestens 69 Tote. In Al Faisija, einem Dorf in der Provinz Homs, sollen sieben Kinder getötet worden sein, als Angehörige der Regierungstruppen zusammen mit Milizionären aus einem Nachbardorf angriffen.

          Luftangriffe nahe der türkischen Grenze

          Die Türkei und die Nato begannen derweil mit Erkundungen für die Stationierung von „Patriot“-Luftabwehrraketen im Grenzgebiet zu Syrien. Eine Delegation, der auch deutsche und niederländische Offiziere angehören, habe mit der Arbeit begonnen, sagte ein türkischer Diplomat. Die Experten wollen Standorte für die Raketen prüfen, mit denen die Türkei vor möglichen Angriffen aus Syrien geschützt werden soll.

          Ankara hatte die Nato in der vergangenen Woche offiziell um die Stationierung gebeten. Die Bundesregierung erklärte sich zur Hilfe bereit. In ihrer Anfrage hatte die Türkei erklärt, der Einsatz der „Patriots“ sei „rein defensiv“, solle zur Deeskalation der Lage in dem Krisengebiet beitragen und diene nicht der Schaffung einer Flugverbotszone über syrischem Gebiet. Für Deutschland waren dies die wichtigsten Voraussetzungen für eine Beteiligung an der Mission.

          Nach türkischen Angaben reisten etwa 30 Experten aus Deutschland, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden an. Sie trafen Vertreter des türkischen Generalstabs, bevor sie in den Südosten des Landes weiterreisten. Die Standorte sollen auf Sicherheit und logistische Erfordernisse hin untersucht werden.

          Das syrische Regime hatte am Montag abermals Luftangriffe auf Ziele nahe der türkischen Grenze fliegen lassen. Türkischen Berichten zufolge wurde eine Kommandostellung der Freien Syrischen Armee (FSA) bombardiert. Das Kampfgebiet grenzt unmittelbar an die türkische Provinz Hatay. Die Angriffe wurden am Dienstag wenige hundert Meter von türkischem Staatsgebiet entfernt fortgesetzt.

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