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Syrien : Opposition fordert Drohnenangriffe auf Stellungen Assads

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Ministertreffen der Syrien-Kerngruppe in Istanbul: Moaz al Khatib, Vorsitzender der Syrischen Nationalen Koalition, mit den Außenministern der Türkei und Amerikas, Ahmet Davutoglu und John Kerry (von links) Bild: dpa

Die oppositionelle Nationale Koalition Syriens hat die internationale Gemeinschaft zu Drohnenangriffen auf Stellungen des Assad-Regimes aufgefordert. Damit sollen Regierungseinheiten daran gehindert werden, chemische Waffen einzusetzen.

          Die oppositionelle Nationale Koalition Syriens hat die internationale Gemeinschaft zu Drohnenangriffen auf Stellungen des Regimes Präsident Baschar al Assads aufgefordert. Um die Regierungseinheiten daran zu hindern, chemische Waffen und Raketen einzusetzen, müssten „chirurgische Angriffe auf Abschussbasen durch unbemannte Luftfahrzeuge“ geflogen werden, forderte der Zusammenschluss der syrischen Opposition bei einem Treffen der Freunde Syriens am Wochenende in Istanbul. „Willige Länder“ sollten zudem eine Flugverbotszone an den Grenzen zur Türkei und Jordanien durchsetzen und ihre finanziellen Hilfen an die Aufständischen aufstocken. Das von Moaz al Khatib geführte Bündnis distanzierte sich außerdem von „allen Formen des Terrorismus“.

          Hague: Lockerung des Waffenembargos beraten

          Der Zusammenschluss der aufständischen Al-Nusra-Front mit Al Qaida im Irak Anfang des Monats hatte zu Besorgnis im Westen geführt, an die Opposition bestimmte Waffen könnten in die Hände der Dschihadisten fallen. Der britische Außenminister William Hague sagte in Istanbul, die Europäische Union werde in den kommenden Wochen über die Lockerung des gegen Syrien verhängten Waffenembargos beraten. Gemeinsam mit Frankreich unterstützt Großbritannien Waffenlieferungen an die Opposition; zuletzt hatte der französische Präsident François Hollande jedoch Zweifel geäußert, diese würden wirklich unter Kontrolle moderater Gruppen bleiben.

          Die Nationale Koalition versicherte den Freunden Syrien, der mehr als hundert Staaten und Organisationen, nicht aber die Assad-Verbündeten Russland, China und Iran angehören, die Waffen der Opposition würden nicht in falsche Hände geraten. Der amerikanische Außenminister John Kerry sagte der Opposition eine Verdoppelung nichttödlicher Hilfen auf 250 Millionen Dollar zu. Alle künftige Unterstützung solle über den Obersten Militärrat der Aufständischen gewährt werden.

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