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Syrien : Luftangriffe an türkischer Grenze

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Häuserkampf: Ein Soldat des Regimes im südlichen Damaskus Bild: dpa

In Damaskus wird weiter rund um den Flughafen gekämpft. Offenbar gelang es den Rebellen, die Elektrizitätsversorgung zu unterbrechen. Syrische Kampfflugzeuge bombardierten derweil abermals Stellungen in unmittelbarer Nähe der türkischen Grenze.

          In Syrien hat das Militär abermals Gebiete rund um den internationalen Flughafen Damaskus unter Beschuss genommen. Wie das Staatsfernsehen am Montag berichtete, sollte mit dem Einsatz von Luftwaffe und Bodentruppen gegen „Stützpunkte von Terroristen“ die Sicherheit in der Hauptstadt gewährleistet werden.

          Der Rebellenkommandeur Abu Nidal sagte, dass es Kämpfern gelungen sei, die Elektrizitätsversorgung des Flughafens zu unterbrechen. Von Flughafenseite wurde dies nicht kommentiert. Am Nachmittag wollte Egypt Air Damaskus wieder anfliegen. Vor vier Tagen hatte die ägyptische Fluggesellschaft wie andere internationale Airlines auch den Flugverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt.

          Putin in Istanbul

          Türkischen Medienberichten zufolge bombardierten syrische Kampfflugzeuge unterdessen abermals Stellungen der Rebellen in unmittelbarer Nähe der türkischen Grenze. Die Kampfflugzeuge hätten ihre Bomben gegen 10 Uhr 20 Ortszeit in der Nähe der türkischen Grenzstadt Ceylanpinar abgeworfen, berichtete die Internetausgabe der Zeitung „Hürriyet“. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, es seien Rauchwolken über der syrischen Grenzstadt Ras al Ain zu sehen. Viele syrische Zivilisten flohen demnach in Panik über die Grenze in die Türkei.

          Ceylanpinar und Ras al Ain liegen sich unmittelbar gegenüber und werden nur durch den Grenzzaun getrennt. Bereits Anfang November hatte die syrische Luftwaffe dort angegriffen; dabei wurden einige Zivilisten auf der türkischen Seite verletzt. Die türkische Armee schickte damals eigene Kampfflugzeuge zur Grenze. In den vergangenen Wochen gab es in Ras al Ain zudem Gefechte zwischen vornehmlich sunnitischen Rebellen und kurdischen Milizen.

          Die syrischen Soldaten flogen ihre Luftangriffe vom Montag nur wenige Stunden vor der Ankunft des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Istanbul. Putin will mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Lage in Syrien sprechen; Russland ist einer der wichtigste Partner Syriens.

          An der Grenze zum Libanon kam es derweil zu Gefechten zwischen libanesischen Truppen und Mitgliedern der Freien Syrischen Armee, die versuchten von dem Nachbarland aus nach Syrien zu kommen, wie Aktivisten mitteilten.

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