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Krieg in Syrien : Washington erteilt Putin eine Absage

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Amerikas Präsident Obama sieht nicht die Notwendigkeit einer neuen Koalition gegen den IS in Syrien. Bild: AP

Die Kämpfe in Syrien gehen unvermindert weiter. Deshalb hat Russlands Präsident eine neue Anti-IS-Koalition vorgeschlagen. Doch die Vereinigten Staaten wollen von Wladimir Putins Idee nichts wissen. 

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          Die Vereinigten Staaten weisen das russische Ansinnen einer neuen Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zurück. Das Weiße Haus wertete die russische Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al Assad am Dienstag (Ortszeit) als kontraproduktiv und als Destabilisierung der Region.

          Washington reagierte auf Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dieser hatte die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Assad in dessen Kampf gegen IS zu unterstützen.

          Der Sprecher des Weißen Hauses Josh Earnest sagte, Amerika würde es begrüßen, wenn Russland stattdessen konstruktiver mit der amerikanisch-geführten Anti-IS-Koalition zusammenarbeite. Das amerikanische Außenministerium reagierte ebenfalls skeptisch. Eine weitere internationale Koalition neben der bestehenden sei nicht notwendig.

          Earnest und der Sprecher des Außenministeriums John Kirby unterstrichen die amerikanische Position, wonach Assad jede Legitimität verloren habe und dass es einen politischen Wechsel ohne Assad geben müsse.

          Aktivisten: 38 Tote bei Rebellenangriff auf Aleppo

          Unterdessen sind bei einem Rebellenangriff auf die syrische Metropole Aleppo nach Angaben von Aktivisten am Dienstag 38 Menschen getötet und 150 weitere verletzt worden. Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mitteilte, griffen Aufständische mehrere Bezirke der Stadt, die von Regierungstruppen gehalten werden, mit Raketen an. Unter den Toten waren demnach auch 14 Kinder. Das syrische Staatsfernsehen sprach von mindestens 20 getöteten Zivilisten sowie von hundert Verletzten.

          Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sprach von einer der schlimmsten Opferbilanzen von Rebellenangriffen in Aleppo. Die Stadt ist seit Juli 2012 geteilt, Rebellen und Regierungstruppen kämpfen seitdem erbittert um die Kontrolle über die einstige Wirtschaftsmetropole. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk vor Ort, weshalb ihre Angaben nur schwer überprüfbar sind.

          Der IS verübte in unterdessen der nordostsyrischen Stadt Hassaka einen Autobombenanschlag, bei dem syrischen Staatsmedien zufolge sieben Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt wurden. Der Beobachtungsstelle zufolge galt der Angriff einer Stellung der Kurdenmiliz YPG. Der IS bezichtigte sich im Internet des Anschlags

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