Syrien-Krieg :
Saudische Verhandlungsmission in Moskau gescheitert

Lesezeit: 3 Min.
Bezahlt, noch nicht geliefert: Boden-Luft-Raketen vom Typ S-300
In Geheimgesprächen hat Saudi-Arabien versucht, Russland zu einer Abkehr der Unterstützung Assads zu bewegen. Angeboten wurde ein „Paket-Geschäft“. Aber Putin blieb hart.

Russland bleibt bei seiner Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar al Assad. Der Versuch des Geheimdienstchefs von Saudi-Arabien, Bandar Bin Sultan, Moskau zum Nachgeben zu überreden, sei gescheitert, berichteten russische Zeitungen am Freitag. Bandar hatte Ende Juli in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verhandelt. Nach Angaben der „Nesawissimaja Gazeta“ habe der Prinz Putin ein Waffengeschäft im Wert von umgerechnet elf Milliarden Euro vorgeschlagen und zudem eine Garantie angeboten, dass Syrien nach dem Fall Assads auf keinen Fall zum Transitland für Gas aus dem Gebiet des Persischen Golfs - insbesondere geht es dabei um Erdgas aus Qatar - in Richtung Europa werde und die Stellung des russischen Erdgasmonopolisten in Staatshand, Gasprom, auf diesem Markt weiter schwäche.

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