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Kampf um Aleppo : Assad: Waffenruhe? Diese Möglichkeit gibt es nicht

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Syriens Machthaber Assad (hier im September in Damaskus) lehnt eine Waffenruhe für Aleppo kategorisch ab. Bild: AP

Der Kampf um Aleppo ist unerbittlich. Syriens Machthaber ist siegessicher und weist sämtliche Forderungen zurück. Bundesaußenminister Steinmeier redet derweil seinem russischen Gegenüber ins Gewissen.

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          Trotz der verheerenden humanitären Lage in der umkämpften Stadt Aleppo hat der syrische Machthaber Baschar Assad Forderungen nach einer Waffenruhe zurückgewiesen. Diese Möglichkeit „existiert praktisch nicht“, sagte Assad in einem Interview mit der syrischen Tageszeitung „Al-Watan“ vom Donnerstag. Er warf den Amerikanern vor, nur deshalb einen Waffenstillstand zu fordern, weil die von Washington unterstützten Rebellen „in einer schwierigen Lage“ seien.

          Die Vereinigten Staaten hatten am Mittwoch gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada die Konfliktparteien zu einem sofortigen Waffenstillstand aufgerufen, um humanitäre Hilfe zu den Menschen in der Stadt bringen zu können.

          Seit dem Beginn einer Großoffensive der Regierungstruppen in Aleppo Mitte November haben die Regierungstruppen einen großen Teil der von den Rebellen kontrollierten Stadtviertel im Osten von Aleppo zurückerobert. Nach Angaben von Aktivisten ist auch die Altstadt wieder unter der Kontrolle der Regierung. Die Rebellen lehnen bislang einen Abzug aus Aleppo ab, stattdessen fordern sie eine fünftägige Waffenruhe für die nordsyrische Stadt sowie freies Geleit für Zivilisten.

          Assad sagte in dem Interview, die Rückeroberung von Aleppo wäre zwar ein Sieg für die Regierung, „aber nicht das Ende des Krieges in Syrien“. Ein Sieg wäre jedoch „ein riesiger Schritt“ in Richtung eines Kriegsendes.

          Am Mittwochabend sprachen Amerikas Außenminister John Kerry und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Hamburg mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow über die Lage in Aleppo. Wie aus deutschen Delegationskreisen verlautete, führte Steinmeier mit Lawrow ein „langes ernsthaftes Gespräch“ und deutschen Delegationskreisen zufolge darin auf eine sofortige Waffenruhe in der syrischen Metropole Aleppo gedrungen. Auch habe der Minister in dem Gespräch am Vorabend des OSZE-Ministerrats in Hamburg gefordert, dass die Menschen in der seit Monaten umkämpften Großstadt mit Hilfslieferungen versorgt werden, verlautete aus der Delegation. Zudem sei ein sofortiger Wiedereinstieg in den politischen Prozess dringend nötig.

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