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Syrien : Kanada beendet Luftangriffe auf IS

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Der neue kanadische Regierungschef Justin Trudeau will die Luftangriffe gegen den „Islamischen Staat“ beenden. Bild: AFP

Der neue kanadische Regierungschef Justin Trudeau will sich nicht weiter an den Luftangriffen auf den „Islamischen Staat“ beteiligten. Die kanadische Armee soll aber weiterhin Rebellen ausbilden.

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          Kanada will seine Kampfflugzeuge aus Syrien und dem Irak abziehen. Das hat der neue Ministerpräsident Justin Trudeau angekündigt. Trudeau sagte nach Angaben des in einer Pressekonferenz, er habe den amerikanischen Präsident Barack Obama telefonisch davon unterrichtet.  Kanada werde zwar ein „starkes Mitglied“ der Koalition gegen den IS bleiben, sagte Trudeau. Er habe Obama aber darüber informiert, dass der „Kampfeinsatz“ beendet werde.

          Einen Zeitpunkt nannte Trudeau nicht. Kanada hat sich bisher mit einigen CF-18 Hornet-Bombern an der internationalen und von den Vereinigten Staaten geführten Koalition gegen den Islamischen Staat beteiligt.

           Kanada gehört der Koalition seit November an und schickte CF-18-Kampfflieger sowie rund 70 Spezialkräfte zur Ausbildung kurdischer Kämpfer im Nordirak in die Region.

          Trudeau hatte im Wahlkampf versprochen, den Kampfeinsatz der Kanadier zu beenden. Die Ausbildungsmission will er aber fortsetzen. Trudeaus Liberale hatten bei der Parlamentswahl laut vorläufigem Ergebnis eine komfortable Mehrheit von 184 der 338 Abgeordneten im Unterhaus erzielt. Der bisherige konservative Premierminister Stephen Harper trat nach der Niederlage zurück.

          Kanada : Regierungschef Harper tritt nach Wahlniederlage zurück

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