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Syrien : Internet- und Telefonverbindungen unterbrochen

  • Aktualisiert am

Derweil in Homs: Ein von Rebellen über das Internet geschickte Bild aus Syrien Bild: AP

Das syrische Internet ist abermals von der Außenwelt abgeschnitten worden. Auch Auslands-Telefonverbindungen funktionieren nicht. Israel wurde derweil abermals von Geschossen aus Syrien getroffen.

          Die Internet-Verbindungen nach Syrien sind am Mittwoch abermals unterbrochen worden. Seit 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit sei das syrische Internet von der Außenwelt abgeschnitten, teilte das amerikanische Netzwerkunternehmen Renesys am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auch die Auslands-Telefonverbindungen von und nach Damaskus funktionierten nicht.

          Es ist die sechste Unterbrechung der Kommunikationsverbindungen seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al Assad vor über zwei Jahren. Netz-Beobachtungsunternehmen vermuten die Regierung hinter den Unterbrechungen. Erst vergangene Woche war Syrien zeitweise vom Internet abgeschnitten. Die Behörden gaben später ein defektes Glasfaserkabel als Ursache an.

          Wieder Raketen aus Syrien auf dem Golan eingeschlagen

          Unterdessen ist Israel abermals von Geschossen aus Syrien getroffen worden. Mehrere in Syrien abgefeuerte Raketen seien im nördlichen Bereich der von Israel besetzten Golanhöhen eingeschlagen, teilte eine israelische Armeesprecherin am Mittwoch mit. Sie hätten offenes Gelände im Bereich des Hermongebirges getroffen und keine Schäden verursacht.

          Es sei davon auszugehen, dass Israel nur versehentlich bei den Kämpfen zwischen regulären syrischen Truppen und Rebellen auf der anderen Seite der Grenze getroffen worden sei. Die Region sei vorübergehend für Ausflügler geschlossen worden.

          Israel ist in den vergangenen Monaten schon mehrfach von verirrten Geschossen aus Syrien getroffen worden. Mehrmals hatte die Armee zurückgeschossen. Israel habe die UN-Beobachtermission in der Pufferzone zwischen den beiden verfeindeten Ländern über den neuesten Zwischenfall in Kenntnis gesetzt, sagte die Sprecherin.

          Rhein warnt vor islamistischen Kämpfern aus Syrien

          Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) sieht derweil eine Gefahr durch islamistische Kämpfer, die aus Krisengebieten wie Syrien nach Deutschland zurückkehren. In dem Bürgerkriegsland gebe es Aufrufe an Kämpfer aus Europa, in ihren Heimatländern den „Heiligen Krieg“ weiterzuführen, teilte Rhein am Mittwoch in Wiesbaden mit. „Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen, denn es sind inzwischen Kämpfer aus Krisenregionen, auch aus Syrien, nach Hessen zurückgekommen.“

          Es gebe derzeit aber keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge. Rhein forderte eine Verschärfung des Aufenthaltsrechts, um radikale Islamisten einfacher als bisher ausweisen zu können.

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