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Syrien : Inspektoren finden wieder Spuren von Giftgas

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Zivilschutzhelfer vergangene Woche in der Provinz Idlib mit einem zerstörten Giftgaskanister, der dort nach einer mutmaßlichen Attacke mit Chlorin gefunden wurde Bild: Reuters

Mitarbeiter der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) haben in Syrien neue Spuren von Sarin und eines weiteren Giftgases gefunden. Angeblich waren alles Bestände zerstört worden.

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          Internationale Inspektoren haben nach Angaben von Eingeweihten in Syrien Spuren des Nervengases Sarin sowie des NX-Gases bei der Durchsuchung eines militärischen Forschungsstandortes gefunden. Es habe sich um chemische Vorprodukte für die Herstellung der Giftstoffe gehandelt, berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen aus Diplomatenkreisen am Freitag.

          Die im Dezember und Januar gefundenen Mittel seien gegenüber den Experten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nicht deklariert worden, „Dies ist ein ziemlich starker Hinweis darauf, dass sie bezüglich Sarin gelogen haben“, sagte eine der Personen. Bisher hätten die Verantwortlichen keine zufriedenstellende Erklärung für diesen Fund geliefert.

          Assad beschuldigt Aufständische

          2013 hatte die syrische Regierung auf internationalen Druck hin zugestimmt, das gesamte C-Waffen-Arsenal des Landes aufzugeben und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) beizutreten. Anlass war ein Angriff mit Nervengas in der Nähe von Damaskus, bei dem hunderte Menschen getötet wurden. Der Westen macht die syrische Regierung dafür verantwortlich, die Vereinigten Staaten drohten damals mit Militärschlägen.

          Die Führung unter Präsident Assad in Damaskus beschuldigt dagegen Aufständische, das Gas Sarin eingesetzt zu haben, sagte aber ihre Kooperation bei der Vernichtung sämtlicher C-Waffen zu. Unter der Leitung der OPCW wurden 1300 Tonnen Kampfstoffe aus Syrien abtransportiert und zerstört.

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