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Syrien : Ein Vabanque-Spiel

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Der Ruf nach einer internationalen Intervention in Syrien wird immer lauter. Wollte man dem folgen und eine Schutzzone einrichten, die diesen Namen auch verdient, erforderte das einen massiven militärischen Einsatz - mit ungewissem Ausgang.

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          Der Bürgerkrieg in Syrien will kein Ende nehmen, die Methoden, mit denen gekämpft wird, werden immer brutaler - ob nun Giftgas bereits eingesetzt wurde oder nicht. Da ist es nur natürlich, dass sich die Frage nach einer Intervention zugunsten der geschundenen Zivilbevölkerung immer dringlicher stellt. Was das bedeutet, hat der Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte noch einmal mit aller Deutlichkeit wiederholt: Selbst die Schaffung einer humanitären Schutzzone, von einer Flugverbotszone gar nicht zu reden, würde einen massiven militärischen Einsatz erfordern.

          Der Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte, Sir David Richards, Ende März auf dem Weg ins Verteidigungsministerium

          Das gilt jedenfalls, wenn man sich nicht mit einem Pseudo-Schutz begnügen will, wie ihn einst die UN für die muslimischen Bosniaken im ehemaligen Jugoslawien eingerichtet hatte - das Beispiel Srebrenica sollte Warnung genug sein. Niemand weiß, wie sich Assads Armee in einem solchen Fall verhalten würde; einige haben die Hoffnung, dass das Regime nach einer internationalen Intervention (voraussichtlich ohne Billigung der UN) zusammenbrechen würde. Aber will man westlichen Soldaten dieses Vabanque-Spiel zumuten?

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