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Syrien : Ban verurteilt Eskalation der Gewalt

  • Aktualisiert am

Ein am 6. April veröffentlichtes Foto von Homs Bild: dpa

Ban Ki-moon hat die syrische Führung scharf verurteilt. Angesichts der anhaltenden Gewalt forderte der UN-Generalsekretär das Assad-Regime auf, sofort alle Militäroperationen gegen die Bevölkerung zu beenden. Am Samstag wurden nach Oppositionsangaben rund 100 Menschen getötet.

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          In Syrien geht das Regime ungeachtet der für kommende Woche vereinbarten Waffenruhe weiter mit brutaler Gewalt gegen die Opposition vor. Bis zu 100 Menschen kamen am Samstag nach einer Zählung von Aktivisten landesweit ums Leben. Die Staatsmacht verfolge die Gegner von Präsident Baschar al-Assad mit „unverminderter Härte“, sagte der Leiter der in London ansässigen syrischen Beobachtungsgruppe für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

          UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die syrische Führung aufgefordert, umgehend und ohne Vorbedingungen alle Militäroperationen gegen die syrische Bevölkerung zu beenden.

          Ban verurteilte nach Angaben seines Sprechers am Freitagabend in New York das Vorgehen des Regimes und sagte, der vom UN-Sicherheitsrat unterstützte Zeitplan für eine Waffenruhe in wenigen Tagen sei keine Rechtfertigung für weiteres Töten. Am Dienstag sollen ab 6 Uhr Ortszeit in Syrien die Waffen schweigen - knapp 13 Monate nach Beginn des Konflikts. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind während des Aufstands gegen das Regime von Präsident Assad bislang mehr als 9000 Menschen getötet worden.

          Viele Diplomaten bezweifeln, dass ab Dienstag in Syrien Ruhe einkehren wird. Sie verweisen darauf, dass die syrische Führung bereits in der Vergangenheit ihre Versprechen nicht gehalten und auf Zeit gespielt hat.

          Assad-Truppen setzen Offensive fort

          Die Regierungstruppen setzten ihre Offensive in den Protesthochburgen fort. Aktivisten teilten mit, dass mehr als 40 Menschen starben, als regimetreue Soldaten die Region Al Latmana in der Provinz Hama zunächst unter Beschuss nahmen und später stürmten. Nach Angaben der syrischen Menschenrechtsbeobachter gab es zudem in Tibat al-Imam, außerhalb der Stadt Hama, sowie in der Region Al-Kusair nahe der Stadt Homs Tote.

          Auch die Kämpfe zwischen regimetreuen Soldaten und Rebellen gingen weiter. Oppositionelle meldeten einen Angriff von Deserteuren auf einen Militärflughafen außerhalb der Stadt Aleppo. In Idlib habe es zudem erneut Kämpfe zwischen Assad-treuen Militärs und fahnenflüchtigen Soldaten gegeben. Wegen der Medienblockade sind Meldungen aus Syrien von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

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