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Syrien : Assad-Truppen stürmen Hama

  • Aktualisiert am

Nach den Freitagsgebeten: Protest in Hama Bild: AFP

Das syrische Regime setzt seine Offensive gegen die Städte Homs und Hama auch am Dienstag fort. Das Assad-Regime hat nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der UN bislang mindestens 3500 Menschen getötet.

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          Syrische Truppen haben ihre Offensive gegen die Gegner des Regimes fortgesetzt. Nach der Oppositionshochburg Homs nahm das Militär am Dienstag die Stadt Hama unter heftigen Beschuss. Nach Angaben von Oppositionellen wurden drei Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt, als die Streitkräfte die Stadt stürmten.

          Ein Oppositioneller sagte der Nachrichtenagentur dpa im Libanon, Schlägertrupps des Präsidenten Baschar al Assad gingen von Haus zu Haus und verhafteten Menschen. Der Strom sei ausgeschaltet, Telefon und Internet funktionierten nicht mehr. Der Nationalrat der syrischen Opposition rief inzwischen zu einem Generalstreik am Donnerstag auf, um gegen das brutale Vorgehen der Regierung zu protestieren.

          Beim jüngsten Vorstoß der syrischen Truppen auf die Protesthochburg Homs sind nach Angaben von Bewohnern und Aktivisten unterdessen abermals Zivilisten getötet worden. Unter den sechs Opfern befänden sich zwei Frauen und ein achtjähriges Kind, hieß es. Sie seien getötet worden, als die Armee und Milizen, die Assad loyal gesinnt seien, in die Stadt am Montag eingerückt seien.

          „3500 Todesopfer in Syrien“

          Die Proteste gegen Assad haben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR bislang mindestens 3.500 Menschen das Leben gekostet. Eine UNHCR-Sprecherin sagte am Dienstag in Genf, es handele sich um eine vorsichtige Schätzung, die auf glaubwürdigen Quellen beruhe.

          Deutschland und Frankreich erhöhten angesichts der jüngsten Eskalation der Gewalt unterdessen den verbalen Druck auf Syrien. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) drohte der Regierung von Assad mit weiteren Sanktionen. Der französische Außenminister Alain Juppé nannte die Friedensinitiative der Arabischen Liga gescheitert und brachte eine Anerkennung des Nationalrats der syrischen Opposition durch Frankreich ins Gespräch.

          Juppé sagte der arabischen Zeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ (Dienstagsausgabe), er halte die Initiative zum Ende der Gewalt für tot. Dennoch sollten die Bemühungen fortgesetzt werden. Der Außenminister sagte, dass die syrische Demokratiebewegung nach wie vor gespalten sei. Er schließe aber nicht aus, den Nationalrat anzuerkennen, der sich um eine vereinte Opposition bemühe. Die am vergangenen Mittwoch beschlossene Initiative der Arabischen Liga sah vor, dass Syrien innerhalb einer Frist von zwei Wochen das Militär aus den Städten abzieht. Die Arabische Liga kommt deshalb am Samstag zu einer Krisensitzung in Kairo zusammen.

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