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Syrien : Assad sieht Ende der „aktiven Kriegsphase“

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Baschar al Assad: Bald Sieger im Blutbad unter der syrischen Bevölkerung? Bild: dpa

Noch in diesem Jahr werde die „aktive Phase des Militäreinsatzes enden“: Das hat der syrische Machthaber Assad dem früheren russischen Ministerpräsidenten Stepaschin gesagt. Assad sieht sich offenbar vor dem Sieg gegen die Aufständischen.

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          Der syrische Präsident Baschar al-Assad erwartet offenbar, im Bürgerkrieg bald die Oberhand zu gewinnen. Noch in diesem Jahr werde die „aktive Phase des Militäreinsatzes enden“, sagte der Staatschef in einem am Montag veröffentlichten Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass. Danach werde sich Syrien auf das verlagern, „was wir die ganze Zeit getan haben: Terroristen bekämpfen“.

          Die Agentur berief sich auf den russischen früheren Ministerpräsidenten Sergej Stepaschin, der 1999 unter Präsident Boris Jelzin Regierungschef war und heute eine Wohltätigkeitsorganisation leitet. Er hatte sich dem Bericht nach in der vergangenen Woche mit Assad getroffen. Dabei sei es auch um eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Syrien und Russland gegangen. Die Regierung in Moskau ist einer der wichtigsten internationalen Unterstützer Assads.

          Hizbullah: Zerfall Syriens abgewendet

          Was Assads Äußerungen bedeuten, blieb jedoch unklar. Die Führung in Damaskus bezeichnet die Aufständischen, die seit drei Jahren versuchen den Präsidenten zu stürzen, in der Regel als Terroristen. Genauer äußerte sich die mit Assad verbündete libanesische Schiiten-Miliz Hisbollah. Assad drohe keine Entmachtung mehr, sagte Hizbullah-Chef Sajjed Hassan Nasrallah der Zeitung „Al-Safir“. Das Risiko eines Zerfalls Syriens sei gebannt. Assad werde zudem bei der bis Juli anstehenden Präsidentenwahl wieder kandidieren.

          Assad hatte die Kontrolle über weite Teile im Norden und Osten Syriens verloren, wo inzwischen Islamisten und ausländische Dschihadisten in die Kämpfe eingegriffen haben. Rund um Damaskus und im Zentrum Syriens haben Regierungssoldaten die Aufständischen allerdings überwiegend zurückgedrängt. Mehr als 150.000 Menschen wurden in dem Konflikt nach Angaben der Opposition bislang getötet; Millionen sind auf der Flucht.

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