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Syrien : Amerikaner melden Tötung von Extremisten-Anführer

  • Aktualisiert am

Ein im Jahr 2002 veröffentlichtes Foto von Muhsin al-Fadhli. Bild: AFP

Einer der meistgesuchten Al-Qaida-Verbündeten ist bei einem Luftangriff getötet worden. Die Vereinigten Staaten hatten auf ihn ein Kopfgeld von sieben Millionen Dollar ausgesetzt.

          Bei einem Luftangriff in Syrien ist nach Angaben der Vereinigten Staaten der Anführer der mit Al Qaida verbündeten Extremistengruppe Chorasan getötet worden. Wie das Pentagon am Dienstag mitteilte, starb der Extremist Muhsin al-Fadhli bereits vor zwei Wochen bei einem Angriff nahe Sarmada im Nordwesten von Syrien. Der radikale Islamist soll einer der wenigen Menschen gewesen sein, die vorab von den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wussten.

          Al-Fadhli sei getötet worden, als die von den Amerikanern geführte Militärkoalition in Syrien sein Fahrzeug ins Visier nahm, erklärte ein Pentagon-Sprecher. Unklar blieb, ob er von einer Drohne oder einem bemannten Flugzeug getroffen wurde. Der Extremist sei ein „langjähriger Al-Qaida-Anhänger“ gewesen, erklärte der Ministeriumssprecher. Sein Tod werde die laufenden Missionen von Al-Qaida gegen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten „schwächen und zerstören“.

          Ableger der Al-Nusra-Front

          Die Extremistengruppe Chorasan ist nach Überzeugung von amerikanischen Geheimdiensten ein Ableger der im syrischen Bürgerkrieg kämpfenden Al-Nusra-Front und unterhält Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida. Anders als die Al-Nusra-Front konzentrieren sich die Chorasan-Mitglieder demnach nicht auf den Kampf in Syrien, sondern auf die Planung von Terroranschlägen gegen westliche Staaten. Auch al-Fadhli habe mit der Chorasan-Gruppe Anschläge geplant, erklärte das Pentagon.

          Der in Kuwait geborene Extremist soll zudem in den Anschlag auf den französischen Öltanker „MV Limburg“ im Golf von Aden verwickelt gewesen sein, bei dem im Oktober 2002 ein Seemann getötet worden war. Auch in den Angriff auf eine amerikanische Militäreinheit auf der kuwaitischen Insel Failaka, bei dem im selben Monat ein Soldat getötet worden war, soll er involviert gewesen sein. In der Vergangenheit kämpfte er dem Außenamt zufolge zudem an der Seite der Taliban sowie von Al-Qaida in Pakistan. Auf al-Fadhli hatte das amerikanische Außenministerium ein Kopfgeld in Höhe von sieben Millionen Dollar (6,4 Millionen Euro) ausgesetzt. Gesucht wurde er außer von den Amerikanern auch von Kuwait und Saudi-Arabien im Zusammenhang mit Terrorismus-Vorwürfen.

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