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Syrien : 25 Extremisten bei Explosion in Moschee getötet

  • Aktualisiert am

Rebellen nahe der Stadt Ariha: Kämpfe an mehreren Fronten Bild: Reuters

Radikale Gruppen bekriegen sich in Syrien gegenseitig. Die Nusra-Front ist nun während des Fastenbrechens attackiert worden. Die Dschihadistenmiliz IS soll dafür verantwortlich sein.

          Bei einer Explosion in einer syrischen Moschee sind mindestens 25 Mitglieder des Al-Qaida-Ablegers Nusra-Front getötet worden. Die Detonation habe sich am Freitag in Ariha in der nordwestlichen Provinz Idlib ereignet, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Islamisten seien getroffen worden, als sie in der Salem-Moschee in Ariha zum Fastenbrechen im Ramadan zusammengekommen seien. Auch ein ranghohes nicht-syrisches Mitglied der Extremisten sei unter den Toten. Andere Oppositionsgruppen sprachen auf ihren Internet-Seiten von mehr als 40 Toten.

          Die Nusra-Front gehört zu den Gruppen, die im syrischen Bürgerkrieg gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad kämpfen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Anhänger der Nusra-Front machten die radikal-islamische Miliz „Islamischer Staat“ (IS) dafür verantwortlich. Die IS-Miliz kämpft an mehreren Frontlinien in Syrien gegen die Nusra-Front, die zusammen mit anderen verbündeten Rebellengruppen den größten Teil der Provinz Idlib kontrolliert. Die Region grenzt an die Türkei und an die Provinz Latakia am Mittelmeer, in der Assads Armee das Sagen hat.

          In dem seit etwa vier Jahren dauernden Bürgerkrieg kämpfen zahlreiche Rebellengruppen gegen Assads Führung. Sie bekriegen sich aber auch gegenseitig. Die IS-Miliz hat weite Teile Syriens und des Nachbarlandes Irak unter ihre Kontrolle gebracht.

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