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Sonderbotschafter Wisner : Obamas Mann in Kairo

  • -Aktualisiert am

Amerikas Sonderbotschafter in Kairo, Frank G. Wisner Bild: dapd

Ein alter Bekannter kehrt zurück nach Kairo: Der amerikanische Sonderbotschafter Frank Wisner, 72 Jahre alt, teilt mit dem 82 Jahre alten Mubarak manche Erinnerung an alte Zeiten. Von 1986 bis 1991 war Wisner Botschafter in Kairo.

          Welche Botschaft soll der amerikanische Sondergesandte Frank G. Wisner, der am Montag in Kairo eintraf, seinem alten Freund Husni Mubarak überbringen? In Washington sind derzeit nur die Sprecher des Weißen Hauses und des State Departments befugt, über die Mission Wisners zu sprechen. Doch diese geben nur dürre Mitteilungen heraus: Von der Forderung nach Gewaltverzicht auf beiden Seiten, nach einer möglichst geordneter Transformation und nach fairen und freien Wahlen ist die Rede.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Derweil mutmaßen amerikanische Medien unter Berufung auf ranghohe Regierungsmitarbeiter, dass Washington nach einigem Zögern zu dem Schluss gelangt sei, Mubarak könne sich nicht mehr halten und solle den Weg für eine Neuordnung durch Rücktritt oder wenigstens Verzicht auf eine abermalige Kandidatur bei den für September geplanten Präsidentenwahlen freimachen.

          Dafür spricht, dass Wisner, eine erfahrene und gewiefte „old hand“ der amerikanischen Diplomatie, mit Mubarak weit enger verbunden ist als durch die bloße Bekanntschaft zwischen einem ägyptischen Staatschef und einem amerikanischen Staatsdiener. Der 72 Jahre alte Wisner war von 1986 bis 1991 Botschafter in Kairo, mit dem 82 Jahre alten Mubarak teilt er manche Erinnerung an alte Zeiten. Wisner trat schon 1961 in den diplomatischen Dienst ein, unter Außenminister Vance stieg er zum Abteilungsleiter auf, später war er auch im politischen Planungsstab des Pentagons tätig. Ob zu Wisners Mission auch ein Treffen mit dem informellen Oppositionsführer Mohamed El Baradei gehört, ist in Washington bisher nicht zu erfahren.

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