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Golanhöhen : Entführte UN-Soldaten sollen bald freikommen

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Ein philippinischer Blauhelmsoldat auf den Golanhöhen. Seine Kollege der Fidschi-Inseln wurden vor zwei Wochen entführt. Bild: dpa

Verhandlungserfolg auf den Golanhöhen: Die entführten Blauhelmsoldaten sollen bald freigelassen werden. Das gab die Regierung der Fidschi-Inseln bekannt. Die Soldaten sind seit zwei Wochen in den Händen der islamistischen Al-Nusra-Front.

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          Die vor zwei Wochen auf den Golanhöhen entführten Blauhelmsoldaten von den Fidschi-Inseln werden nach Regierungsangaben in Kürze freigelassen. Die 45 von syrischen Islamisten verschleppten Soldaten der UN-Beobachtertruppe Undof würden bald aus ihrer Gefangenschaft entlassen, teilte das fidschianische Informationsministerium am Dienstagabend im sozialen Netzwerk Facebook mit.

          Staatssekretärin Sharon Smith Johns erklärte via Twitter, sie rechne mit einer Freilassung der Geiseln noch in dieser Woche. Die Blauhelmsoldaten waren Ende August auf der syrischen Seite der Golanhöhen von Kämpfern der islamistischen Al-Nusra-Front verschleppt worden.

          Der UN-Sicherheitsrat forderte die Rebellen in der vergangenen Woche auf, die entführten Soldaten „unverzüglich und bedingungslos“ freizulassen. Die Uno entsandte eine Delegation von Unterhändlern, um mit den Rebellen zu verhandeln. Die Al-Nusra-Front stellte mehrere Bedingungen für die Freilassung der Geiseln, darunter ihre Streichung von der Terrorliste der Vereinten Nationen, wie die fidschianischen Armee in der vergangenen Woche mitteilte.

          Das rund 1800 Quadratkilometer große Golan-Plateau ist dünn besiedelt und hat vor allem strategische Bedeutung. Die westlichen zwei Drittel des Gebiets wurden von Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt, die internationale Gemeinschaft hat die Annexion bis heute nicht anerkannt. Syrien macht die Rückgabe zur Voraussetzung für einen formellen Friedensvertrag mit dem Nachbarland. Israel weigert sich jedoch, die Hügelregion aufzugeben.

          Die Undof überwacht das umstrittene Gebiet seit 1974. Derzeit sind dort etwa 1200 Blauhelmsoldaten von den Fidschi-Inseln, den Philippinen, aus Indien, Nepal, Irland und den Niederlanden stationiert.

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