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Präsidentenwahl in Iran : Sieg für Reformer Rouhani

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Galt als chancenlos: der Kandidat der Reformer Hassan Rohani Bild: AP

Bei der Präsidentenwahl in Iran hat sich der als gemäßigt geltende Geistliche Hassan Rouhani mit über 50 Prozent der Stimmen durchgesetzt.

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          Der Kandidat des Reformlagers, Hassan Rouhani, hat am Samstag mit mehr als 50 Prozent der Stimmen die iranische Präsidentenwahl gewonnen. Das teilte das Innenministerium am Abend mit. Der Bürgermeister von Teheran, Mohammed Ghalibaf, kam auf etwa 16 Prozent, Said Dschalili, der Favorit des Revolutionsführers Chamenei, auf lediglich zwölf Prozent.

          Der gemäßigte Geistliche Rouhani wurde von den früheren Präsidenten Mohammed Chatami und Ali Akbar Rafsandschani unterstützt, nachdem Rafsandschani von der Wahl ausgeschlossen worden war. Das staatliche iranische Fernsehen schätzte die Wahlbeteiligung auf achtzig Prozent. Wegen der unerwartet langen Schlangen vor den Wahllokalen waren diese bis zum späten Freitagabend geöffnet worden.

          Präsident Mahmud Ahmadineschad durfte nach zwei Amtszeiten kein weiteres Mal antreten. Nach seiner mutmaßlich gefälschten Wiederwahl 2009 war es zu den größten Protesten seit Ausrufung der Islamischen Republik gekommen. Am Samstag gab es zunächst keine Hinweise auf abermaligen Wahlbetrug.

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