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Patriot-Einsatz : Syrien und Iran kritisieren Stationierung in Türkei

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Eine Starteinheit des Raketensystems Patriot der Bundeswehr an der Raketenschule von Fort Bliss (Texas) Bild: dapd

Das syrische Regime und Teherans Regierung haben die geplante Stationierung von Nato-Luftabwehrraketen im Nachbarland Türkei als Provokation gewertet.

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          Die geplante Stationierung von Patriot-Flugabwehrraketen der Nato in der Türkei ist von Syrien und Iran scharf kritisiert worden. Das syrische Außenministerium nannte die von der Türkei beantragte Verlegung des Waffensystems an die Grenze zu Syrien eine abermalige Provokation. Der engste Verbündete Syriens in der Region, Iran, bezeichnete den Plan am Freitag als kontraproduktiv. Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani sagte bei einem Besuch in Damaskus: „Die interne Krise Syriens kann mit der Verlegung solcher Waffen nicht gelöst werden.“

          Die Türkei hatte am Mittwoch wegen des andauernden Bürgerkrieges die Nato um die Entsendung der Raketensysteme gebeten. Wiederholt waren kurz hinter der türkischen Grenze Mörsergranaten explodiert, die in Syrien abgefeuert worden waren. Dagegen helfen auch Patriot-Raketen nicht. Sie werden gegen ballistische Raketen eingesetzt. Dass solche Raketen aus Syrien auf die Türkei abgeschossen werden, ist eine ernste, aber weniger wahrscheinliche Gefahr.

          Der mögliche Patriot-Einsatz hat in Deutschland zu politischen Diskussion geführt, weil auch die Bundeswehr als Nato-Bündnispartner gebeten worden ist, die Raketen zu stellen. Der Krieg in Syrien, wo Aufständische für den Sturz der Regierung von Präsident Baschar al Assad kämpfen, hat seit März 2011 nach Schätzungen von Aktivisten schon mehr als 40.000 Menschen das Leben gekostet.

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