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Krieg in Syrien : Obama besteht auf Entmachtung Assads

Der amerikanische Präsident Obama sieht keine Lösung für Syrien, die Diktator Assad beinhaltet. Bild: AP

Der amerikanische Präsident ist entschlossen: Eine Lösung in Syrien mit Diktator Assad könne es nicht geben. Zumindest nicht, so lange die „Bevölkerung in ihm einen brutalen, mörderischen Diktator sieht.“

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          Der amerikanische Präsident Barack Obama besteht auf einer Ablösung des syrischen Diktators Baschar al Assad. „Es reicht nicht, wenn wir einen politischen Prozess haben, der dazu führt, dass Assad an der Macht bleibt“, sagte Obama am Donnerstag in Manila. „Es ist undenkbar, dass man den Bürgerkrieg dort stoppt, wenn die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in ihm einen brutalen, mörderischen Diktator sieht.“

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Assad hatte die Anschläge von Paris dazu genutzt, sich abermals als Partner im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) anzudienen. Dabei hatte der Diktator die Dschihadisten lange gewähren lassen, weil sie andere Rebellen bekämpfen und weil sie ihn international als das geringere Übel erscheinen lassen. In Interviews mit französischen und italienischen Medien forderte Assad nun abermals vom Westen, künftig nicht mehr mit Saudi-Arabien, sondern mit Damaskus zu kooperieren.

          Russland versucht derweil weiter, Assad als Partner ins Spiel zu bringen. Außenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag, nach den Anschlägen von Paris habe Moskau den Eindruck, dass im Westen die Forderungen nach einem Machtverzicht Assads leiser würden. Ohne Assad könne es keinen Frieden in Syrien geben. Moskau hat zudem einen neuen UN-Resolutionsentwurf zur Terrorbekämpfung eingebracht. Frankreich hatte nach den Terrorangriffen in Paris eine rasche Resolution des Sicherheitsrates zur Verstärkung des Kampfes gegen den IS gefordert und will nun einen eigenen Resolutionsentwurf einbringen. Der russische Vorschlag werde „sorgfältig geprüft“, um zu sehen, ob Teile davon in den französischen Entwurf aufgenommen werden könnten, sagte der französische UN-Botschafter François Delattre.

          Der russische Präsident Wladimir Putin hatte der französischen Regierung nach den Pariser Anschlägen eine engere Zusammenarbeit angeboten und die Parole ausgegeben, sein Militär solle mit den französischen Streitkräften „wie mit Verbündeten“ kooperieren. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius lobte am Donnerstag im Sender France Inter „eine Öffnung Russlands“. Auch Obama hatte Moskau zuletzt als „konstruktiven Partner“ bezeichnet.

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