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Nordirak : Neue Angriffe der irakischen Armee auf Dschihadisten

  • Aktualisiert am

Ein irakischer Soldat westlich von Mossul Bild: AFP

Die irakische Armee hat eine Offensive gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ begonnen - scheiterte aber offenbar zunächst beim Vormarsch auf die Stadt Takrik. Die Vereinte Nationen starten unterdessen eine Hilfsaktion für 500.000 Flüchtlinge.

          Die irakische Armee hat am Dienstag eine Offensive gegen Stellungen der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ in Takrit rund 150 Kilometer nördlich von Bagdad gestartet. In der am Tigris gelegenen Stadt griffen Regierungseinheiten nach Berichten des irakischen Fernsehens die Dschihadisten an. Zur Vertreibung der Kämpfer von Terroristenführer Abu Bakr al Bagdadi wurden nach Angaben von Sicherheitskräften auch Kampfhubschrauber und Artillerie eingesetzt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters scheiterte die Offensive am Dienstag zunächst. Offiziere aus der Einsatzzentrale der irakischen Armee sagten demnach, die Soldaten hätten nach heftigem Maschinengewehr- und Mörser-Beschuss ihren Vorstoß gestoppt. Zudem erschwerten Landminen und Heckenschützen das Vordringen der Truppen.

          Mehrere Versuche, die im Juni vom „Islamischen Staat“ besetzte Stadt zurückzuerobern, waren zuletzt gescheitert. Am Montag hatte es in Samarra südlich von Takrit Razzien von Spezialeinheiten der Armee in Häusern mutmaßlicher Sympathisanten der Dschihadisten gegeben, um Waffenverstecke auszuheben.

          Die Angriffe auf Takrit, die Geburtsstadt Saddam Husseins, erfolgten einen Tag nach der Rückeroberung des strategisch wichtigen Mossul-Staudamms im Nordirak. Unterstützt durch amerikanische Kampfflugzeuge hatten kurdische Einheiten dort die Kämpfer des „Islamischen Staats“ zurückgedrängt. Präsident Barack Obama lobte am Montag den kurdischen Vorstoß als wichtigen Schritt. „Es wird Zeit brauchen“, sagte Obama in Washington über die geplante Dauer des amerikanischen Engagements. „Es sollte keinen Zweifel daran geben, dass das Militär der Vereinigten Staaten weiterhin die begrenzten Einsätze ausführen wird, die ich gebilligt habe.“ Der Präsident lobte den designierten irakischen Regierungschef Haidar al Abadi, der ihn, Obama, in einem Telefongespräch mit seiner „Vision für eine Einheitsregierung“ beeindruckt habe. Diese müsse jetzt aber auch in die Tat umgesetzt werden, denn „der Wolf steht schon vor der Tür“. Die Vereinten Nationen starten nach eigenen Angaben an diesem Mittwoch umfassende Hilfen für mehr als eine halbe Million Flüchtlinge im Irak.

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