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Nato : Rasmussen: „Sehe keine Rolle in Syrien“

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Kerry: Regime setzte Nervengas Sarin ein

Während das britische Parlament Ministerpräsident David Cameron die Zustimmung für einen Militäreinsatz verweigerte, erwägt der amerikanische Präsident Barack Obama weiter eine Militärintervention in Syrien. Jedoch will er zunächst eine Debatte im Kongress abwarten. Am Sonntag sprach Obama mit Mitgliedern des Kongresses, um sie für ein militärisches Vorgehen zu gewinnen. Gleichzeitig unterbrachen Dutzende Abgeordnete ihren Urlaub und strömten ins Kapitol in Washington, wo ihnen Obamas Sicherheitsberater in einer dreistündigen Sitzung Geheimdienstinformationen zu Syrien erläuterten. An diesem Montag sollen weitere Gespräche zwischen dem Präsidenten und Parlamentariern folgen, von denen viele den Nutzen eines Angriffs auf Syrien als Vergeltung für den mutmaßlichen Einsatz von Giftgas durch die Führung in Damaskus bezweifeln. Die amerikanische Öffentlichkeit lehnt Umfragen nach einen Militäreinsatz überwiegend ab.

Schwere Vorwürfe gegen Assad: Der amerikanische Außenminister John Kerry sagte am Sonntag im Sender CNN, das syrische Regime habe das Nervengas Sarin eingesetzt

Außenminister John Kerry hatte am Sonntag (Ortszeit) im Fernsehsender CNN gesagt, das syrische Regime habe das Nervengas Sarin eingesetzt. Dies hätten unabhängige Untersuchungen von Blut- und Haarproben ergeben, die nach dem Beschuss von Helfern zur Verfügung gestellt worden waren. Kerry sagte weiter, dass die Ergebnisse nicht aus der Untersuchung der UN-Chemiewaffeninspekteure stammten. Deren Proben sollen an diesem Montag untersucht werden.

Opposition enttäuscht, Assad gelassen

Das Nervengas Sarin zählt zu den giftigsten Kampfstoffen überhaupt. Die Phosphorverbindung wird durch Einatmen und über die Haut aufgenommen. Schon ein Milligramm Sarin kann in Minuten zu Atemlähmung und Herzstillstand führen. Das Institut für Strategische Studien in London nimmt an, dass Syrien seit den siebziger Jahren große Mengen Chemiewaffen produziert hat, darunter auch Sarin. Sein Arsenal gilt als das größte der Region und das viertgrößte auf der Welt. Der Einsatz von Giftgas in bewaffneten Konflikten gilt nach allen internationalen Konventionen als Kriegsverbrechen.

Die syrische Opposition reagierte enttäuscht auf die Verzögerung. Das Regime habe so Zeit, seine Soldaten und Waffensysteme in Sicherheit zu bringen. Das Oppositionsbündnis mit Sitz in Istanbul befürwortet deshalb einen möglichst raschen Militärschlag gegen das Regime. Die Arabische Liga forderte die Staatengemeinschaft auf, klar Stellung zu beziehen und die „notwendigen abschreckenden Maßnahmen“ zu treffen. Ob dies auch einen Militärangriff umfasst, ließ die Liga offen.

Assad selbst reagierte mit demonstrativer Gelassenheit. „Syrien kann jede Aggression von außen abwehren, so wie es täglich die Aggression von innen und deren Hintermänner abwehrt“, sagte er am Sonntag nach Angaben der Agentur Sana. Aus Deutschland wurde unterdessen bestätigt, dass sich das Land weder unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch unter ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) an einem Angriff auf Syrien beteiligen werde. Das sagten beide am Sonntag im TV-Duell. Merkel ergänzte am Montag, sie sei sehr froh, dass man mit Obamas Entscheidung noch etwas Zeit habe, um eine gemeinsame Haltung in der Welt zu finden. Sie werde am Rande des Petersburger G20-Gipfels am Donnerstag und Freitag vor allem mit den Präsidenten Russlands und Chinas darüber beraten, sagte Merkel.

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