https://www.faz.net/-gq5-7q5oj

Syrien : Nasrallah: Keine Lösung ohne Assad

  • Aktualisiert am

Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah Bild: AFP

Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah sieht Syriens Machthaber Assad nach dessen Wahl gestärkt. Der Bürgerkrieg könne nur enden, wenn die Rebellen sich für Versöhnung und Dialog mit Assad entscheiden würden.

          1 Min.

          Ein Ende des syrischen Bürgerkriegs ist nach Ansicht von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah nur mit dem wiedergewählten syrischen Präsidenten Baschar al-Assad möglich. „Die Wahlen haben bewiesen, dass eine politische Lösung in Syrien mit Präsident Baschar al-Assad beginnt und endet“, sagte Nasrallah am Freitag in einer Fernsehansprache. Die libanesische Hisbollah-Miliz ist ein enger und wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers. Die Forderung der Exil-Opposition nach einem Rücktritt Assads als Bedingung für Verhandlungen wies Nasrallah zurück.

          „Da ist ein Präsident, der von Millionen für eine weitere siebenjährige Amtszeit gewählt worden ist“, sagte der Anführer der schiitischen Bewegung, die mit tausenden Kämpfer an der Seite der Regierungstruppen in Syrien kämpft. Nasrallah rief die Rebellen auf, „sich hin zu Versöhnung und Dialog zu bewegen und nach einem politischen Ausweg zu suchen, um das Blutvergießen zu stoppen“. Alle sollten begreifen, dass der Krieg in Syrien nicht dazu führen werde, dass andere die Kontrolle übernehmen.

          Assad war am Dienstag offiziellen Ergebnissen zufolge mit fast 90 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Die Opposition bezeichnete die Wahl, an der ein Großteil der Bevölkerung wegen der Kämpfe nicht teilnehmen konnten und zu der neben Assad nur zwei weitgehend unbekannte Kandidaten antraten, eine „Farce“. Auch im Westen traf die Abstimmung auf scharfe Kritik. Russlands Präsident Wladimir Putin sowie Nordkorea gratulierten dagegen Assad, wie die syrische Nachrichtenagentur Sana am Freitag meldete.

          Topmeldungen

          Lukaschenka gibt seine Stimme in einem Wahllokal in Minsk ab

          Wahlsonntag in Belarus : Unter den Augen von Soldaten

          In Belarus bereitet sich das Regime auf Proteste gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentenwahlen vor. Amtsinhaber Lukaschenka ist gereizt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.