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Nahost-Konflikt : Neue Angriffe trotz Waffenruhe

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Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf Israel am Mittwoch kurz vor Ablauf der bisherigen Waffenruhe Bild: REUTERS

In der Nacht erwiderte die israelische Armee Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen mit einem Gegenangriff. Am frühen Morgen nun scheint die zuvor verlängerte Waffenruhe zwischen Hamas und Israel zu halten.

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          Trotz Berichten über eine Verlängerung der Waffenruhe im Gaza-Konflikt ist es zu neuen Angriffen zwischen Palästinensern und Israel gekommen. Nach palästinensischen Raketenbeschuss noch vor Ablauf der bisherigen Waffenruhe flog Israel in der Nacht auf Donnerstag wieder Luftangriffe. Beide Seiten warfen sich gegenseitig einen Bruch der Feuerpause vor. Berichte über Opfer lagen nicht vor.

          Seit den frühen Morgenstunden wurden keine weiteren Verstöße gegen die Waffenruhe berichtet. Eine Sprecherin des israelischen Militärs sagte, der letzte Angriff der israelischen Armee sei um 3 Uhr Ortszeit erfolgt. Danach seien auch keine Raketen mehr aus dem Gazastreifen abgefeuert worden.

          Israel äußerte sich zunächst nicht zu der von Vermittler Ägypten und den Palästinensern verkündete neue Waffenruhe, die für fünf Tage gelten soll. Sie soll mehr Zeit für Verhandlungen über eine dauerhafte Vereinbarung bringen, um die Kämpfe der vergangenen fünf Wochen zu beenden.

          Israel zählte noch kurz vor Ende der alten Waffenruhe am Mittwochabend acht Raketeneinschläge. Als Reaktion wies Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Militär zu einem Gegenschlag an. Die Luftwaffe flog daraufhin Angriffe auf Extremisten-Stellungen im Gazastreifen, wie das Militär erklärte. Die Palästinenser hätten ihrerseits mit dem Abschuss zwei weiterer Raketen reagiert. Netanjahu sprach von einem Bruch der Waffenruhe durch die im Gazastreifen herrschende Islamistengruppe Hamas. Diese bestritt den Vorwurf und warf Israel vor, die neue Vereinbarung verletzt zu haben.

          Die Konfliktparteien sprechen bei den Verhandlungen in Kairo nicht direkt miteinander, sondern über ägyptische Vermittler. Israel lehnt direkte Gespräche mit der Hamas ab, weil die Extremistenorganisation die Vernichtung des jüdischen Staates als Ziel verfolgt. Einzelheiten der neuen Vereinbarung wurden zunächst nicht verkündet. Aus ägyptischen und palästinensischen Verhandlungskreisen verlautete, dass Israel zugestimmt habe, die Blockade des Gazastreifen vorläufig etwas zu lockern. Unter anderem sollen Fischer aus dem Küstengebiet künftig etwas weiter auf das Mittelmeer hinaus fahren dürfen. Damit käme Israel der Hamas entgegen, die ein Ende der Blockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten verlangt.

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