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Naher Osten : Feind und Freund

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Für Washington gilt der neue Satz: Der Feind meines Feindes ist mein Feind. Doch wer ist im Konflikt um Syrien und den Irak Freund?

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          Der Aufstand in Syrien gegen das Regime Assad begann vor mehr als drei Jahren. Zunächst war es eine politische Erhebung, dann, als Reaktion auf brutale staatliche Repression, radikalisierte sich der Aufstand. Moderate Kräfte gerieten in die Defensive, vielerorts gewannen Extremisten und Dschihadisten die Oberhand. Immer wieder wurde vorhergesagt, der ursprünglich innersyrische Konflikt werde sich regional ausweiten – und so ist es gekommen.

          Die sunnitischen Isis-Dschihadisten operieren in Syrien und im Irak, in einem transnationalen Raum, in dem sie einen Gottesstaat errichten wollen. Die Schauplätze vereinigen sich, die politisch-konfesssionellen Konflikte verschmelzen; das wirkt sich auf die Interessen der Akteure aus.

          Die Vereinigten Staaten, die, es ist lange her, den syrischen Präsidenten schon mal für Geschichte erklärt hatten, erleben jetzt, wie dieser Assad militärisch zugunsten der irakischen Führung gegen Isis eingreift – und die will auch Washington vernichtet sehen. So wie Iran. Zumindest für Washington gilt der neue Satz: Der Feind meines Feindes ist mein Feind. Wer ist Freund?

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