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Naher Osten : Amerika hilft Israels Armee mit mehr als 30 Milliarden Dollar

  • Aktualisiert am

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Bild: dpa

Israels Regierungschef Netanjahu hat sich bei den Vereinigten Staaten mit seiner Forderung nach mehr Militärhilfe durchgesetzt. In den kommenden Jahren stellen die Amerikaner einen Rekordbetrag zur Verfügung.

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          Die Vereinigten Staaten haben Israel Militärhilfe in Rekordhöhe zugesagt. Wie das Außenministerium am Dienstag in Washington mitteilte, wurde eine Rahmenvereinbarung für den Zeitraum 2019 bis 2028 geschlossen. Das exakte Finanzvolumen des Milliardendeals wurde offiziell nicht genannt, allerdings sprach das Ministerium von der „umfassendsten Zusage für bilaterale Militärhilfe in der Geschichte der Vereinigten Staaten“. Aus israelischen Delegationskreisen hieß es, das Abkommen belaufe sich auf 38 Milliarden Dollar, umgerechnet knapp 34 Milliarden Euro.

          Das neue Militärabkommen soll bereits am Mittwoch unterzeichnet werden. Der derzeit gültige Zehn-Jahres-Vertrag zwischen beiden Staaten läuft bis zum Jahr 2018. Er hatte einen Umfang von 30 Milliarden Dollar. Die Zahlungen Washingtons kommen über den Kauf von amerikanischen Militärgütern durch Israel zu großen Teilen der amerikanischen Rüstungsindustrie zugute.

          Israel begründet Forderung mit Gefahr durch Iran

          Die Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte für das neue Abkommen eine deutliche Aufstockung gefordert – und setzte sich damit durch. Netanjahu begründete seine Forderung unter anderem mit der internationalen Einigung über das iranische Atomprogramm. Diese werde dazu führen, dass Iran als „Erzfeind“ Israels finanziellen Spielraum für seine Aufrüstung erhalte.

          Israel ist der wichtigste Verbündete der Amerikaner im Nahen Osten. Die Beziehungen zwischen beiden Regierungen waren aber in den vergangenen Jahren gespannt, unter Präsident Barack Obama kritisierte die Regierung in Washington immer wieder die israelische Siedlungspolitik in den Palästinensergebieten. Obama warf Netanjahu vor, Friedensgespräche massiv zu behindern.

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