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Nach Raketenangriff : Israelische Panzer feuern auf Stadt im Gazastreifen

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Israelische Soldaten bei einer Grenzkontrolle: Die Armee erwiderte einen Angriff aus dem Gazastreifen. Bild: AP

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Vergeltung für einen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen geübt. Panzer griffen Ziele in der Stadt Beit Hanun an. Mehrere Explosionen waren zu hören.

          Als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen haben israelische Panzer mehrmals auf die im Norden des Küstengebiets gelegene Stadt Beit Hanun gefeuert. Verletzte gebe es nicht, sagte Aschraf al-Kidra, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza. In palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es, mehrere Explosionen seien am Donnerstag im nördlichen Gazastreifen zu hören gewesen. Schäden gab es nicht.

          Eine Sprecherin der israelischen Armee hatte zuvor im Rundfunk bestätigt, dass aus der Region eine Rakete auf den Süden Israels abgefeuert worden sei. Auch dabei gab es weder Schäden noch Verletzte. In Gemeinden nahe der Grenze zum Gazastreifen erklangen Alarmsirenen.

          Ein ranghoher Vertreter der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas teilte mit, seine Bewegung habe keine Kenntnis von abgefeuerten Raketen. Die palästinensischen Gruppen stünden hinter der Waffenruhe mit Israel, schrieb Ismail Radwan in einer Email.

          Israel und die Palästinenser hatten im Sommer 2014 einen 50-tägigen Krieg geführt, an dessen Ende eine unbefristete Waffenruhe vereinbart worden war. Seitdem gab es vereinzelte Raketen- und Mörserangriffe auf den Süden Israels. Als Antwort auf eine solche Attacke flog Israels Armee im Dezember einen Angriff auf eine Hamas-Ausbildungsstätte.

          Während des Krieges wurden in dem abgeschotteten Küstenstreifen am Mittelmeer dem UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA zufolge 96.000 Häuser zerstört oder beschädigt. Mehr als 2100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis starben während des Konflikts. UNRWA-Direktor Robert Turner beschrieb die humanitäre Lage im Gazastreifen am Donnerstag als „katastrophal“. Die Menschen stünden vor einer Hungersnot, hieß es in einer Mitteilung.

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